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SVP-Initiative löst Bürokratie-Schub aus

Die Einführung von Höchstzahlen und Kontingenten wird Steuerzahler und Wirtschaft teuer zu stehen kommen. Die Schätzungen gehen in die Milliarden.

Wird um einiges teurer: Die Integration von ausländischen Fachkräften – im Bild eine entsprechende Broschüre des Kantons Graubünden.
Wird um einiges teurer: Die Integration von ausländischen Fachkräften – im Bild eine entsprechende Broschüre des Kantons Graubünden.
Keystone

20 bis 100 Millionen Franken – so hoch könnten allein die Regulierungskosten sein, die auf Unternehmen wegen der SVP-Initiative zukommen. Dies schreibt die Zeitung «NZZ am Sonntag» mit Verweis auf einen entsprechenden Bericht des Bundesrates, in dem dieser die Kosten für die Rekrutierung von Mitarbeitern im Ausland berechnet.

Zudem zeichne sich wegen der aufwendigen Bewilligungsverfahren nur schon in der Bundesverwaltung «ein Stellenbedarf im dreistelligen Bereich» ab. Auch in den Kantonen drohe ein erheblicher Mehraufwand. So müssten neu bis zu 200'000 Gesuche für erwerbstätige EU- und Efta-Bürger bearbeitet werden, darunter auch jene von 60'000 Grenzgängern. Hinzu kämen rund 50'000 Gesuche für den Familiennachzug und weitere 16'000 für Studenten.

Kosten von vier Milliarden Franken?

Die Kosten für Administration und Bürokratie, die der Bundesrat in seinem Bericht zur Umsetzung der Zuwanderungsinitiative auflistet, sind laut dem Arbeitgeberpräsident Valentin Vogt allerdings noch «deutlich zu tief» veranschlagt, wie er im Interview mit der «NZZ am Sonntag» sagt: «Wenn der Aufwand für ein Gesuch 2000 Franken ausmacht, wie das meine Erfahrung zeigt, und nicht 500 Franken wie vom Bundesrat geschätzt, so belaufen sich die Kosten auf vier Milliarden Franken», rechnet er vor. «Selbst wenn man einen Rückgang der Zuwanderung und eine erhebliche Vereinfachung der Bewilligungsverfahren annimmt – was ich als zwingend erachte –, gehe ich für die Wirtschaft von Mehrkosten von einer bis zwei Milliarden Franken pro Jahr aus.»

Entsprechend wenig hält Vogt vom bundesrätlichen Vorschlag, dass Firmen eine Abgabe bezahlen sollen, wenn sie Mitarbeiter im Ausland rekrutieren: Stellten Firmen Personen aus dem Ausland an, täten sie das nicht aus Freude, sondern weil hier die Fachleute fehlten, sagt der Arbeitgeberpräsident.

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