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Studenten sollen nach Afrika statt ins Erasmus-Programm

Nachdem europäische Top-Universitäten einen Austausch mit der Schweiz abgelehnt haben, sucht man hierzulande nach Alternativen. Dabei werden einige Kooperationen besonders vorangetrieben.

«Wir wollen unser internationales Engagement weiter stärken»: Eine Studentin informiert sich in Zürich über verschiedene Austauschprogramme. (13. März 2014)
«Wir wollen unser internationales Engagement weiter stärken»: Eine Studentin informiert sich in Zürich über verschiedene Austauschprogramme. (13. März 2014)
Keystone

Während die Schweizer Diplomaten intensiv mit der EU über eine Wiederaufnahme des Studentenaustauschprogramms Erasmus+ verhandeln, suchen die Universitäten bereits nach Alternativen, berichtet die «Schweiz am Sonntag». Nachdem in den vergangenen Wochen mehrere europäische Top-Universitäten – darunter Cambridge und Sorbonne – einen Studentenaustausch mit der Schweiz abgelehnt haben, will die Universität Basel nun verstärkt mit Hochschulen ausserhalb Europas zusammenarbeiten.

Konkret ist der Aufbau einer intensiven Partnerschaft mit der University Cape Town in Südafrika sowie dem Virginia Tech in den USA geplant. Diese Universitäten sind als ständige Partner gedacht, mit denen ein Austausch von Studierenden und Dozierenden ohne jegliche Hürden stattfinden kann, heisst es in einem entsprechenden Rektoratsbeschluss. Zudem wird eine Kooperation mit einer chinesischen Universität vorangetrieben.

«Wir wollen unser internationales Engagement weiter stärken»

Durch die neuen Vereinbarungen könnten Studenten künftig ein Jahr an einer Partneruniversität verbringen und dafür eine entsprechende Leistungsgutschrift erhalten – ohne über jedes einzelne Modul verhandeln zu müssen. Nach dem Ja zur Zuwanderungsinitiative würden mehrere Universitäten neue Möglichkeiten des Studentenaustauschs prüfen, sagt Antonio Loprieno, Rektor der Universität Basel und Präsident der Schweizer Rektorenkonferenz (CRUS).

Diese weltweite Öffnung bestätigt Michael Hengartner, Rektor der Universität Zürich. «Wir wollen unser internationales Engagement weiter stärken», sagt er. «Nicht erst seit der Abstimmung gewinnen strategische Allianzen an Bedeutung.» Konkrete Pläne hat auch die ETH Zürich. Gleich vier weitere Länder könnten künftig mit der Hochschule zusammenarbeiten. Im Juni findet ein von der ETH organisierter Workshop in Singapur statt, an dem über eine Forschungszusammenarbeit der Schweiz mit Indonesien, Malaysia, Thailand und Vietnam diskutiert wird. Seit der Eröffnung des ETH-Standorts in Singapur 2010 fokussiert sich die Hochschule vermehrt auf Asien.

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