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Straftaten von Jugendlichen gehen zurück

Jugendliche in Zürich und Basel sind im Jahr 2010 deutlich weniger oft straffällig geworden als in früheren Jahren. Der Staatsanwalt hat eine Erklärung.

Bei der Jugendanwaltschaft des Kantons Zürich wurden im Jahr 2010 ein Fünftel deutlich weniger Fälle verhandelt als in früheren Jahren. Das berichtet die Nachrichtensendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens. «Die Zürcher Jugendlichen haben in etwa einen Fünftel weniger Delikte begangen», sagte der Leitende Oberjugendanwalt Marcel Riesen gegenüber der Sendung. Selbst bei den Gewaltdelikten gibt es laut Riesen einen Rückgang um etwa 5 Prozent. Ausserdem habe es «sehr viel weniger» Raubüberfälle gegeben.

Auch in Basel-Stadt geht die Jugendkriminalität offenbar zurück: «Seit einigen Jahren haben auch wir in Basel einen Rückgang der Jugendgewalt», zitiert «10vor10» Beat Burkhardt, Chef der Jugendstaatsanwaltschaft Basel-Stadt. Die Fallzahlen seien von 270 in den vergangenen Jahren auf inzwischen rund 200 pro Jahr zurückgegangen. In Bern und im Kanton Aargau sind die Fallzahlen etwa gleich geblieben.

Der Zürcher Oberjugendanwalt hat eine Erklärung für den Rückgang: «Ein Jugendlicher weiss heute, dass er sehr schnell der Jugendanwaltschaft vorgeführt wird und dass ihm harte Sanktionen drohen,» sagt Riesen in «10vor10». Zudem würden wahrscheinlich auch die Präventionsmassnahmen von Schulen, Polizei und Behörden greifen.

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