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Staatsangestellte leben gefährlich

Die öffentliche Hand muss massive Sicherheitsvorkehrungen treffen, um ihre Angestellten vor Drohungen und Übergriffen zu schützen.

Wer zu Kantonschemiker Daniel Imhof will, muss im Laboratorium der Urkantone in Brunnen erst eine doppelte Eingangsschleuse passieren. Imhof und seine Mitarbeiter schaffen sich durch ihre Arbeit keine Freunde. Führen sie Lebensmittelkontrollen durch, schauen sie in jede Schublade, inspizieren Kühlschränke und Vorratskammern, sie dringen tief in die Privatsphäre vor. Stets kommen sie unangemeldet, sie brauchen nicht einmal einen Durchsuchungsbefehl. Und sie entscheiden, ob ein ­Betrieb schliessen muss oder nicht. So bekam Imhof schon wüste Drohbriefe, zweimal war sein Arbeitsort das Ziel von Farbanschlägen, fast jede Woche hat er ein «schwieriges» Telefongespräch.

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