Zum Hauptinhalt springen

SRG-Wahl: Verlierer kritisiert das Verfahren

Laut Publigroupe-Chef Hans-Peter Rohner wurden die Kriterien während dem Auswahlverfahren für den neuen SRG-Generaldirektor geändert. Die SRG dementiert das nicht.

Erstaunt: Hans-Peter Rohner.
Erstaunt: Hans-Peter Rohner.
Keystone

Rohner sagt der «Aargauer Zeitung», er sei für den Posten angefragt worden mit der Begründung, seine langjährige Führungserfahrung an der Spitze eines Unternehmens sei genau das Profil, das die SRG brauche. Die Wahl von Roger de Weck habe ihn dann aber doch sehr erstaunt, ist in der heutigen Ausgabe der Zeitung zu lesen. De Weck sei ein profilierter Publizist, und nicht wie er ein langjähriger Medienmanager. Für Rohner liege es deshalb nahe, dass während des Verfahrens das Jobprofil geändert worden sei.

SRG-Verwaltungsrat Viktor Baumeler, der auch den Nominationsausschuss geleitet hat, gibt zu, man habe die Akzente leicht anders gesetzt. Publizistische Aspekte seien stärker gewichtet worden, Führungserfahrung etwas weniger. Der Verwaltungsrat habe diese Änderungen abgesegnet. Die Gründe für die Änderung im Verfahren nannte Baumeler nicht.

Welche Frage hat Medienminister Moritz Leuenberger dabei gespielt, fragt die «AZ». Die Antwort wird nicht definitiv gegeben. Das Departement des Bundesrats sagt, während der Evaluation habe Leuenberger keinen Einfluss genommen. Und auch nicht auf die Personalwahl. Rohner aber fragt sich im Bericht: «War die effektive Rolle des Bundesrats wirklich so passiv wie dargestellt? Oder wer sonst hat die Parole ausgegeben ‹Die SRG darf nicht durch einen Manager geführt werden›?»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch