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Spitzendiplomat Peter Maurer wird neuer IKRK-Präsident

Der EDA-Staatssekretär wird neuer Chef des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Jakob Kellenberger tritt nach drei Amtszeiten zurück.

Die Nummer Zwei des Eidgenösisschen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) wird seinen neuen Posten am 1. Juli 2012 antreten, wie das IKRK am Mittwoch mitteilte.

Maurer wurde am 17. Oktober gewählt. Als EDA-Staatssekretär war er seit Januar 2010 Chef über etwa 150 Schweizer Diplomaten in der ganzen Welt. Der bisherige Präsident Kellenberger tritt laut IKRK nach drei vierjährigen Amtszeiten aus freien Stücken zurück.

Lob der APK

Die Wahl von Peter Maurer zum neuen IKRK-Präsidenten kommt gut an: Micheline Calmy-Rey hat sich erfreut gezeigt über die Wahl ihres Staatssekretärs. «Ich freue mich, dass einem Mitarbeiter meines Departements die wichtige Aufgabe zukommt», sagte sie gemäss ihrem Sprecher Lars Knuchel. Weiter freue es sie, dass mit der Berufung Maurers auch in Zukunft für eine gute Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und dem IKRK gesorgt sei, sagte Calmy-Rey.

Die Präsidentin und der Präsident der beiden aussenpolitischen Kommissionen (APK) des Parlaments attestieren dem EDA-Staatssekretär Führungsqualitäten und ein gutes Beziehungsnetz auf dem Parkett der internationalen Organisationen. «Peter Maurer ist ein klassischer Diplomat und scharfsinniger Denker», sagte etwa Christa Markwalder (FDP/BE), APK-Präsidentin des Nationalrates, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Durch seine Arbeit als Staatssekretär verfüge Maurer über Erfahrungen im humanitären Bereich; von seiner Zeit als UNO- Botschafter in New York kenne er zudem die internationalen Organisationen und den Multilaterismus sehr gut, sagte Markwalder.

Glaubwürdig und verlässlich

Auch Eugen David (CVP/SG), APK-Präsident des Ständerates, zeigte sich zufrieden mit der Wahl Maurers. Er lobte Maurer als «bescheidene und zurückhaltende Person». Als APK-Präsident habe er immer wieder miterlebt, dass Maurer die Probleme anpacke und nicht aufschiebe. Der EDA-Staatssekretär sei glaubwürdig und verlässlich.

Diese beiden Qualitäten bringt David auch mit dem abtretenden IKRK-Präsidenten Jakob Kellenberger in Verbindung. Kellenberger habe sich nicht gescheut, auch einflussreiche Staaten wie die USA auf Probleme anzusprechen. So habe sich Kellenberger für eine menschenwürdige Behandlung der Häftlinge im US-Lager Guantánamo auf Kuba eingesetzt.

SDA/jak, kpn

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