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Sommarugas Stolpersteine

Bis zum Bundesrats-Wahltermin am 22. September muss die Berner Ständerätin Simonetta Sommaruga noch sechs Wochen heil überstehen. Welche Stolpersteine ihr im Weg liegen, weiss Politologe Michael Hermann.

Die nächsten Wochen werden für sie zum Spiessrutenlauf: Simonetta Sommaruga bei einer Abstimmung im Ständerat.
Die nächsten Wochen werden für sie zum Spiessrutenlauf: Simonetta Sommaruga bei einer Abstimmung im Ständerat.
Reuters

Herr Hermann, Simonetta Sommaruga steigt als Kronfavoritin ins Rennen um einen Bundesratssitz. Und sie eröffnet den Reigen der Kandidaturen. Ein Nachteil? Früher galt in der Schweiz die Regel, dass man sich möglichst lange bedeckt halten sollte. Das hat sich grundlegend geändert. Doris Leuthard und Didier Burkhalter zum Beispiel waren frühe Favoriten, denen es gelungen ist, das bis zur Wahl durchzuziehen. Es kann aber auch anders gehen: So wurde die bekannte und populäre Christine Beerli am Schluss noch durch den unbekannten Hans-Rudolf Merz abgefangen. Grundsätzlich setzen sich heute vermehrt bereits national bekannte Spitzenpolitiker wie Sommaruga bei den Wahlen durch. Das sind Politiker, die sich schon exponiert haben, die öffentlichem Druck standhalten und die kommunizieren können. Für einen frühen Eintritt in den Wahlkampf spricht auch, dass sich Sommaruga so als erste von möglicherweise mehreren Frauen und als erste Vertreterin des Kantons Bern präsentieren kann.

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