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Sommaruga mag es zäh und mühsam

Die Umsetzung der Zuwanderungsinitiative ist die bisher schwierigste Aufgabe in Simonetta Sommarugas politischer Karriere. Die SP-Bundesrätin freut sich darauf. Warum nur?

Aufzublühen, wenn es brenzlig wird, ist ein Wesenszug von Vollblutpolitikern: Simonetta Sommaruga in Bern. (20. Juni 2014)
Aufzublühen, wenn es brenzlig wird, ist ein Wesenszug von Vollblutpolitikern: Simonetta Sommaruga in Bern. (20. Juni 2014)
Keystone

Zu lächeln, wenn die Aussichten düster sind, gehört zum Job der Bundesräte. In schwierigen Momenten hängt das Land an den Lippen der Regierenden und will keine hängenden Köpfe sehen. «Ich freue mich auf die innen- und aussen­politischen Diskussionen zur Umsetzung der Zuwanderungsinitiative», sagte Simonetta Sommaruga vor zwei Wochen an einer Medienkonferenz im Bundeshaus und strahlte. «Das ist eine spannende, aber auch anspruchsvolle Arbeit.» So redete Sommaruga der Öffentlichkeit und sich selber gut zu. Denn für das Problem gibt es aus heutiger Sicht nur schlechte Lösungen: Entweder führt die Umsetzung der SVP-Initiative zum Bruch mit der EU, weil die Schweiz ernst macht mit der Begrenzung der Zuwanderung, oder es brodelt im Inland, weil die Schweiz die Initiative nicht umsetzt.

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