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Sekretariat der SVP Schweiz beschädigt

Nach dem Ja zur Ausschaffungsinitiative kam es in mehreren Städten zu Ausschreitungen. Diese haben hohe Sachschäden verursacht. In Bern wurde das Sekretariat der SVP Schweiz verschmiert.

Rund um den Bahnhof von Bern: Hunderte demonstrierten gegen die Annahme der Ausschaffungsinitiative.
Rund um den Bahnhof von Bern: Hunderte demonstrierten gegen die Annahme der Ausschaffungsinitiative.
Keystone
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Reuters
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Unbekannte haben in der Nacht auf Montag in Bern am Sekretariat der SVP Schweiz Scheiben eingeschlagen, Storen beschädigt und Mauern verschmiert. Die Berner Kantonspolizei spricht von «erheblichem Sachschaden». Die Täter konnten unerkannt flüchten.

In Mitleidenschaft gezogen wurden auch drei parkierte Autos vor dem Gebäude im Berner Länggassquartier, wie das Untersuchungsrichteramt Bern-Mittelland und die Polizei mitteilten.

Nur wenige Stunden zuvor waren gemäss Polizeiangaben 500 Personen durch die Berner Innenstadt gezogen, um gegen das Resultat der SVP-Ausschaffungsinitiative zu protestieren. Schon damals kam es zu Sachbeschädigungen, vor allem an der Türe zum Hotel, wo die SVP- Spitze die Abstimmung verfolgte.

Mehrere Zehntausend Franken Sachschaden

Sachschaden in der Höhe von mehreren Zehntausend Franken ist am Sonntagabend in Zürich bei einer Kundgebung gegen die Ausschaffungsinitiative entstanden. Zunächst zogen mehrere Hundert Demonstranten friedlich durch die Innenstadt, dann flogen Steine und Flaschen.

Die Polizei setzte Tränengas, Gummischrot und Wasserwerfer ein. Eine Person wurde wegen Landfriedensbruch verhaftet, wie die Stadtpolizei Zürich am Montag mitteilte. Meldungen über verletzte Personen liegen keine vor.

Über 1000 Demonstranten

Gegen 20 Uhr versammelten sich einige Hundert Personen am Helvetiaplatz. Auf dem Weg durch die Innenstadt kamen weitere Teilnehmer hinzu, sodass es schliesslich weit über 1000 Demonstranten waren. Einige von ihnen waren vermummt.

Zunächst beobachtete die Polizei die Kundgebung nur, doch gegen 22 Uhr eskalierte die Situation, es kam zu massiven Sachbeschädigungen und die Polizei griff ein. Gegen einige Dutzend gewaltbereite Chaoten mussten Wasserwerfer eingesetzt werden, wie es in der Mitteilung heisst.

Rund 200 Personen zogen sich ins Niederdorf zurück und formierten sich auf der Grossmünster-Terrasse erneut. Die Polizei verhinderte, dass sie über die Münsterbrücke zum Paradeplatz zogen. Gegen 23 Uhr löste sich die Kundgebung auf.

SDA/ske

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