Zum Hauptinhalt springen

«Schwulenfreundlichkeit muss man mit Vorsicht geniessen»

Apple-Chef Tim Cook wurde in einer Sendung anscheinend unbeabsichtigt zwangsgeoutet. Schweizer Homosexuelle finden das daneben und erklären, weshalb ein Coming-out von Wirtschaftsführern immer noch schwierig ist.

Über Tim Cooks Privatleben ist wenig bekannt. Der Chef der wertvollsten Technologiefirma der Welt gibt sich zugeknöpft. Schon früher kursierten Gerüchte, Cook sei homosexuell. Ein Schwulenmagazin nannte ihn gar den «mächtigsten Schwulen des Silicon Valley». Cook selber hat sich dazu nie geäussert. Das tat er auch nicht, nachdem ihn Simon Hobbs, ein Moderator des führenden US-Wirtschaftssenders CNBC, geoutet hatte.

Cook setzte aber indirekt ein Zeichen. Er traf sich am Sonntag mit Apple-Mitarbeitern, die an der Gay-Pride-Parade in San Francisco teilnahmen. Wie sie trug er ein extra für die Parade gedrucktes Apple-T-Shirt und liess sich mit ihnen fotografieren. Schliesslich gratulierte er via Twitter den «5000 Apple-Mitarbeitern und Familien, die die heutige Pride-Parade besuchten. Einbeziehung beflügelt Innovation.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.