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Schweizer sehen schärfer als Italiener

Die Tests mit Körperscannern auf italienischen Flughäfen sind vorerst gescheitert. Grund für den Stopp sind aber nicht etwa Bedenken wegen des Persönlichkeitsschutzes.

Zu wenig Details für Italien: Ein Röntgenbild des Bodyscanners L-3 ProVision ATD.
Zu wenig Details für Italien: Ein Röntgenbild des Bodyscanners L-3 ProVision ATD.

Die Behörden in Italien gaben an, dass das Problem der getesteten Scanner die mangelnde Schärfe der Röntgenbilder sei. Wie italienische Medien berichteten, konnten die notwendigen Sicherheitsstandards bei den Kontrollen mit den Geräten nicht garantiert werden. Die Bodyscanner seien deshalb den Produzenten zurückgegeben worden.

Lediglich der Flughafen von Palermo in Sizilien habe die Tests fortgesetzt. Innenminister Roberto Maroni hatte kürzlich erklärt, er wolle die Geräte auch in den Bahnhöfen einführen.

Zürich ist anderer Meinung

Auch in der Schweiz wurden solche Geräte getestet, allerdings mit besserem Resultat. Am Flughafen Zürich konnten sich die Passagiere während sechs Wochen von einem Sicherheitsscanner auf unerlaubte Gegenstände absuchen lassen.

Der Test, der Mitte Juli beendet wurde, war für die Passagiere freiwillig und stiess gemäss Angaben des Flughafens auf grosse Akzeptanz. Auch die Schärfe der Bilder war kein Problem, da das Zürcher Testgerät die Passagiere nicht als detailgetreues Röntgenbild darstellte, sondern nur als Piktogramm mit groben Umrissen. Unerlaubte Gegenstände markierte es dabei mit einem gelben Punkt.

Noch keine Anschaffung

Anschaffen will sich der Flughafen Zürich den L-3 ProVision ATD trotz der guten Erfahrungen nicht. «Dies tun wir erst, wenn es entsprechende Vorschriften gibt», sagte Flughafen-Sprecher Marc Rauch auf Anfrage der SDA.

Es sei aber ein Vorteil, dass der Flughafen nun bereits Erfahrungen mit einem solchen Gerät gemacht habe. Allenfalls würden zu einem späteren Zeitpunkt weitere Tests mit anderen Geräten durchgeführt.

SDA/jak

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