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Schweizer Polizei rüstet gegen Terror auf

Die Anschläge in Frankreich haben viele Schweizer Polizeikorps zum Überdenken ihrer Strategie angeregt. Streifenpolizisten werden nun mit Sturmgewehren ausgerüstet.

Neue Waffe für einen Teil der Schweizer Streifenpolizisten: Sturmgewehr, wie es in der Armee eingesetzt wird. (Archiv)
Neue Waffe für einen Teil der Schweizer Streifenpolizisten: Sturmgewehr, wie es in der Armee eingesetzt wird. (Archiv)
Martin Rütschi, Keystone

Wegen der Terrorgefahr rüsten mehrere Kantonspolizeien auf. Sie haben Sturmgewehre bestellt, die auch Streifenpolizisten einsetzen sollen. Das heisst es in einem Communiqué der SRF-Sendung «10 vor 10».

Polizeipatrouillen sollen möglichst rasch auf Attentäter mit schweren Waffen reagieren können, heisst es in der Mitteilung weiter. Denn ausgerüstet waren die Streifenpolizisten bisher lediglich mit Pistole oder Maschinenpistole.

Berner haben aufgerüstet, St. Galler wohl auch

Die stärkeren Sturmgewehre wurden in den vergangene Monaten in mehreren Kantonen angeschafft, erklärt Stefan Blättler, Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten Schweiz (KKPKS), gegenüber «10vor10».

Sturmgewehre angeschafft hat unter anderen die Kantonspolizei Bern, die unter Blättlers Kommando steht. Blätter wollte nicht sagen, welche weiteren Korps ebenfalls aufgerüstet haben. Es handle sich aber um «mehrere». Gemäss Recherchen von «10vor10» hat auch die Kantonspolizei St. Gallen Sturmgewehre angeschafft.

Aargau hat bereits Sturmgewehre, Zürich verzichtet

Bereits im Januar 2016 hatte die Kantonspolizei Aargau kommuniziert, dass sie ein neues Sturmgewehr und einen neuen Schutzhelm angeschafft habe. «Diese Ausrüstung ist eine direkte Folge der Pariser Anschläge», sagte der Aargauer Polizeikommandant Michael Leupold.

Keine Aufrüstung gab es bei der Kantonspolizei Zürich; die Sondereinheit sei im Kanton Zürich aus topografischen Gründen rascher vor Ort als andernorts, begründet ein Sprecher die Entscheidung. Die Sondereinheiten verfügen seit längerem über stärkere Bewaffnung als die Streifenpolizisten.

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