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Schweizer haben 42'800-mal Ja gesagt

2010 gab es mehr Geburten, Eheschliessungen und Scheidungen als im Vorjahr. Die Zahl der Todesfälle blieb praktisch unverändert. Die Zahl der neu eingetragenen Partnerschaften ging dagegen um 17 Prozent zurück.

Heiraten liegt wieder im Trend: 2010 wurden 2,1 Prozent mehr Ehen geschlossen als im Vorjahr.
Heiraten liegt wieder im Trend: 2010 wurden 2,1 Prozent mehr Ehen geschlossen als im Vorjahr.
Keystone

2010 sind 80'000 Kinder in der Schweiz geboren worden – fast 1800 oder 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Geburtenzahl pro Frau nahm leicht zu. Dies ist den jüngsten provisorischen Ergebnissen der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung für 2010 zu entnehmen. Danach kamen letztes Jahr 41'000 Knaben und 39'000 Mädchen zur Welt. Seit Jahren werden etwas mehr Knaben als Mädchen geboren.

Die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau in gebärfähigem Alter stieg von 1,50 im Jahr 2009 auf 1,52 im Jahr 2010. Diese Ergebnisse bestätigen laut Bundesamt für Statistik (BFS) den Trend einer moderaten Zunahme der Fruchtbarkeit in der Schweiz, der sich seit 2004 abzeichnet – damals lag der Schnitt bei 1,4 Kindern pro Frau.

Gebärfreudige Frauen über 30

Das Durchschnittsalter der Frauen bei der Geburt liegt seit einigen Jahren bei rund 31. Für die steigende Zahl der Geburten sind vor allem die Frauen ab 30 Jahren verantwortlich, hält das BFS fest. Fast jede fünfte Mutter ist bei der Geburt ledig. Der Anteil der ledigen Mütter stieg leicht auf 18,5 Prozent.

In zwei Dritteln der Kantone war eine Zunahme der Geburten zu beobachten, insbesondere im Wallis, in Basel-Stadt, Aargau und Appenzell Ausserrhoden: hier wurden Zuwachsraten zwischen 7 und 12 Prozent registriert. Den stärksten Rückgang der Geburtenzahl verzeichneten Obwalden, Neuenburg, Jura, Appenzell Innerrhoden und Schaffhausen, wo die Geburtenzahl zwischen 2 und 6 Prozent sank.

Todesfälle stabil

62'500 Menschen starben – etwa gleich viele wie im Vorjahr. Der Geburtenüberschuss, also die Differenz zwischen den Geburten und den Todesfällen, belief sich auf 17'500, womit gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 10,7 Prozent verzeichnet wurde.

In fast allen Schweizer Kantonen war der Geburtenüberschuss 2010 positiv. Am höchsten war er in Zug, Freiburg, Genf und in der Waadt. Nur sechs Kantone verzeichneten einen Sterbeüberschuss: Basel-Stadt, Schaffhausen, Glarus, Tessin, Jura und Uri.

Mehr Ehen geschlossen

Seit ungefähr einem Jahrzehnt hat sich die Zahl der Heiraten bei rund 40'000 pro Jahr eingependelt. 2010 wurden 42'800 Ehen geschlossen, was im Vergleich zu 2009 einem Anstieg um 2,1 Prozent entspricht. Am heiratsfreudigsten zeigte man sich in den Kantonen Neuenburg, Obwalden, Aargau, Solothurn und Thurgau, wo zwischen 7 und 12 Prozent mehr Ehen geschlossen wurden als im Vorjahr.

2010 wurden rund 700 eingetragene Partnerschaften eingegangen, was gegenüber 2009 einem Rückgang um 17 Prozent entspricht. Als 2007 das Partnerschaftsgesetz (PartG) in Kraft trat, wurden über 2000 eingetragene Partnerschaften begründet, seither sinkt die Zahl jährlich.

Die Zahl der Scheidungen stieg 2010 um 11 Prozent auf 21'500. Damit liegt sie wieder etwa auf dem Stand von 2005. 2006 bis 2009 war sie auf unter 20'000 pro Jahr gesunken. Zudem wurden 2010 74 eingetragene Partnerschaften aufgelöst.

Nicht enthalten in der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung sind die Ein- und Auswanderungen. Über die gesamte Wohnbevölkerungszahl liegen laut BFS erst im Frühling Daten vor. 2009 lebten 7,79 Millionen Menschen in der Schweiz.

(SDA)

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