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Schweizer Ex-Botschafter soll Schmiergelder verlangt haben

Zwei kenianische Geschäftsleute erheben schwere Vorwürfe gegen den früheren Leiter der Schweizer Botschaft in Kenia. Allerdings laufen gegen die beiden Kläger auch Verfahren.

Wird wegen versuchter Nötigung beschuldigt: Ex-Botschafter Jacques Pitteloud. (Archivbild)
Wird wegen versuchter Nötigung beschuldigt: Ex-Botschafter Jacques Pitteloud. (Archivbild)
Martin Schweizer, Keystone

Die Bundesanwaltschaft (BA) hat beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) die Eröffnung einer Untersuchung gegen Ex-Botschafter Jacques Pitteloud beantragt. Der frühere Leiter der Schweizer Vertretung in Kenia wird von zwei Geschäftsleuten der versuchten Nötigung beschuldigt.

Gegen die beiden Kenianer selber laufen Verfahren in der Schweiz und in Kenia wegen Geldwäscherei. Sie sehen sich nun als Opfer von versuchter Korruption. Der Walliser Pitteloud habe von ihnen umgerechnet 50 Millionen Franken Schmiergeld verlangt, um die Einstellung des Verfahrens in der Schweiz zu erwirken.

Bundesstrafgericht tritt auf Anklage ein

Die Geschäftsleute hatten deswegen am 15. Mai 2015 eine Klage wegen versuchter Erpressung, Amtsmissbrauchs und Verletzung des Amtsgeheimnisses eingereicht. Am 7. März dieses Jahres hatte die BA entschieden, nicht auf die Klage einzutreten. Sie zogen den Fall deshalb vor das Bundesstrafgericht weiter.

Die Beschwerdekammer des Gerichts trat am 29. Juni auf die Anklage wegen versuchter Nötigung ein, wie Anthony Brovarone von der BA am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Er bestätigte damit eine Meldung der Zeitung «Le Matin». Die BA ersucht nun das EJPD, ein Untersuchung einleiten zu dürfen.

SDA

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