Schweiz übernimmt Flüchtlinge aus Griechenland

Im Rahmen des europäischen Relocation-Programms reisen erstmals dreissig Asylsuchende aus Griechenland in die Schweiz ein. Ihre Chancen auf ein Bleiberecht sind hoch.

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160 000 Asylsuchende aus Italien und Griechenland sollen im Rahmen des Relocation-Programms der Europäischen Union (EU) nach einem bestimmten Schlüssel in andere europäische Länder verteilt werden. Diese Massnahme soll die betroffenen Staaten entlasten.

Auch die Schweiz beteiligt sich am Relocation-Programm, und zwar freiwillig. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, hat die Schweiz der EU zugesichert, in einem ersten Schritt dreissig Asylsuchende aus Griechenland zu übernehmen. Das sagt Céline Kohlprath, Sprecherin des Staatssekretariats für Migration, der Zeitung.

Hohe Schutzquote

Bei den dreissig Asylsuchenden handle es sich hauptsächlich um syrische Staatsangehörige, die aus ihrer Heimat geflohen und in Griechenland gestrandet seien, heisst es. In den dortigen Zentren, den sogenannten Hotspots, seien sie registriert und einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen worden, müssen aber dennoch in der Schweiz das ordentliche Asylverfahren durchlaufen.

Die Chancen auf ein Bleiberecht in der Schweiz stehen gemäss «NZZ am Sonntag» gut. Zurzeit liege die Schutzquote für syrische Asylsuchende bei knapp 80 Prozent. Etwa die Hälfte der Gesuchsteller würden als Flüchtlinge anerkannt, die anderen vorläufig aufgenommen.

Bereits im letzten Frühling sind im Rahmen des Relocation-Programms dreissig Flüchtlinge in die Schweiz geflogen worden. Die vorwiegend Eritreer und Eritreerinnen kamen jedoch aus Italien in die Schweiz. Insgesamt kamen bereits 112 Asylsuchende aus Italien hier an. Gemäss Sprecherin Céline Kohlprath hat die Schweiz zugesichert 430 Personen aus Italien zu übernehmen.

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