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Schneider-Ammann besucht Silicon Valley

Der Wirtschaftsminister will auf seiner USA-Reise von den Kaliforniern lernen. Diese ticken anders als die Schweizer.

Gestern traf Bundesrat Johann Schneider-Ammann in den USA ein, wo er als erstes das für Hightech- und Startup-Unternehmen bekannte Silicon Valley erkundete und den kalifornischen Gouverneur Jerry Brown traf. Ziel war es, zu verstehen, wieso die USA auf dem Gebiet der Innovationen derart erfolgreich sind. Das sagte Schneider-Ammanns Sprecher Noé Blancpain heute gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

In einer Rede hob der Wirtschaftsminister den Innovationsgeist der Schweiz hervor: «Unsere Eindrücke hier in den USA werden uns dabei helfen, die Schweizer Innovationslandschaft kontinuierlich zu entwickeln. Sie sind zudem eine Inspiration für den Swiss Innovation Park, der nächstes Jahr eröffnet werden soll.»

Sillicon Valley tickt ganz anders als die Schweiz

Neben dem Besuch eines Nanotechnologie-Unternehmens liessen sich Schneider-Ammann und die rund 25-köpfige Delegation mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft ein Programm für Startup-Gründer erklären. Dieses zweiwöchige Training führt die Absolventen in die Kultur des Silicon Valley ein.

Dass sich diese Kultur von jener in der Schweiz unterscheidet, sei den Besuchern vor Augen geführt worden, berichtete Blancpain. Etwa im Bereich Bildung sei die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Unternehmen im Silicon Valley stärker als in der Schweiz. Professoren seien hier oft selber in Startups involviert und würden sich beispielsweise um Risikokapital bemühen. Auch herrsche hier die «Jump and try»-Mentalität, nach der Ideen möglichst schnell und unter erhöhter Risikobereitschaft umgesetzt werden.

Folgen für die Politik

Für die Politik stelle sich im Bezug auf das hohe Tempo im Bereich der Innovationen die Frage, wie sie mit der Entwicklung mithalten könne. Aktuelle Beispiele dafür sind Unternehmen wie der Taxidienst Uber oder das Vermietportal Airbnb, die die Regierungen vor neue Aufgaben bezüglich Regulierungen stellen.

In Oakland traf Schneider-Amman zudem Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown. Bei dem Gespräch ging es um den wirtschaftlichen Austausch und Aktivitäten der Schweizer Unternehmen in Kalifornien – über 100 Schweizer leiten Firmen in der Region. Auch das Freihandelsabkommen TTIP sowie Klima-Auswirkungen im dürregeplagten Kalifornien kamen zur Sprache.

Heute steht ein Besuch bei Google und ein Workshop an der Stanford-Universität auf dem Programm, bevor Schneider-Ammann morgen in die Hauptstadt Washington reist, wo er sich mit Vertretern der US-Regierung und Kongressmitgliedern trifft. Er wird dort eine Absichtserklärung zur Berufsbildung sowie eine Vereinbarung zur gegenseitigen Anerkennung der Bio-Vorschriften beider Länder unterschreiben. Der USA-Aufenthalt dauert fünf Tage.

SDA/ij

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