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Schillerndes Wort

In der Zuger Sexaffäre fasziniert der Ausdruck «fremdküssen».

Neu ist das Wort «fremdküssen» nicht, online taucht es auf Diskussionsseiten seit Jahren immer wieder auf. «Ist fremdküssen wirklich soo unmoralisch», fragt Mädchen.de. «Ist fremdküssen bereits fremdgehen?», wird auf Lovetalk.de diskutiert. Helpster.de offeriert Rat: «Fremdküssen – so beichten Sie es Ihrem Partner.»

Besonders originell hat der Zuger Kantonsrat Markus Hürlimann also nicht gesprochen, als er sich für sein «Fremdküssen» entschuldigte (TA von gestern). Aber er hat geschickt gewählt: Das Wort ist die unschuldigste Teilmenge des «Fremdgehens». Es führt weg von Unterleibs-Spekulationen, es lenkt ab von der Idee, Hürlimann habe Sex mit Parlamentskollegin Jolanda Spiess-Hegglin gehabt. Und noch viel weniger denkt man, wenn man es hört, an K.-o.-Tropfen. So es diese Tropfen überhaupt je gab.

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