Referendum gegen neues Adoptionsrecht ist gescheitert

Das Stimmvolk wird nicht über die Stiefkindadoption für Homosexuelle befinden. Die Gegner haben zu wenige Unterschriften gesammelt.

In den USA ist es erlaubt: Ein homosexuelles Paar mit Söhnchen Thomas. (19. Mai 2016)

In den USA ist es erlaubt: Ein homosexuelles Paar mit Söhnchen Thomas. (19. Mai 2016)

(Bild: Keystone)

Das Referendum gegen das Gesetz ist nicht zustande gekommen. Es bestehe praktisch keine Hoffnung mehr, dass dies gelinge, sagte Lisa Leisi vom Referendumskomitee im Schweizer Radio SRF. Damit wird das Stimmvolk nicht über das Anliegen befinden müssen.

Das Parlament hatte die Änderung des Zivilgesetzbuchs in der Sommersession beschlossen: Homosexuelle sollen Kinder ihres Partners oder ihrer Partnerin in Zukunft adoptieren dürfen. Heute ist die Stiefkindadoption Ehepaaren vorbehalten. Künftig soll sie in allen Paarbeziehungen möglich sein, unabhängig vom Zivilstand und von der sexuellen Orientierung.

Dagegen wehrte sich ein Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU. Damit werde eine «Büchse der Pandora» geöffnet und das Kindeswohl «auf dem Altar von nimmersatten Ideologien geopfert», kritisierten die Gegner nach dem Entscheid der Räte.

woz/sda

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