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PUK untersucht Bündner Baukartell-Skandal

Der Grosse Rat stellt sich geschlossen hinter eine Untersuchung der Rolle des Kantons im Kartell-Skandal.

Jetzt gibt es die erste PUK: Eine Baustelle der Firmen Bezzola Denoth und Foffa Conrad am 26. April 2018 in Scuol.
Jetzt gibt es die erste PUK: Eine Baustelle der Firmen Bezzola Denoth und Foffa Conrad am 26. April 2018 in Scuol.
Gian Ehrenzeller, Keystone
«Sprachlos»: Adam Quadroni über die für ihn gesammelten Spenden. (10. Mai 2018)
«Sprachlos»: Adam Quadroni über die für ihn gesammelten Spenden. (10. Mai 2018)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Von Quadronis (links) Schicksal schockiert war der 25-jährige Student Natanael Wildermuth (rechts) aus Wald ZH: «Quadroni hat alles verloren, ausser seiner Ehrlichkeit und seiner Aufrichtigkeit».
Von Quadronis (links) Schicksal schockiert war der 25-jährige Student Natanael Wildermuth (rechts) aus Wald ZH: «Quadroni hat alles verloren, ausser seiner Ehrlichkeit und seiner Aufrichtigkeit».
Natanael Wildermuth, wemakeit.com
Aufgrund von Quadronis Informationen flog der Bündner Bauskandal auf – die Wettbewerbskommission büsste sieben involvierte Firmen mit insgesamt 7,5 Millionen Franken: Blick auf eine Baustelle der Firmen Bezzola Denoth und Foffa Conrad am 26. April 2018 in Scuol.
Aufgrund von Quadronis Informationen flog der Bündner Bauskandal auf – die Wettbewerbskommission büsste sieben involvierte Firmen mit insgesamt 7,5 Millionen Franken: Blick auf eine Baustelle der Firmen Bezzola Denoth und Foffa Conrad am 26. April 2018 in Scuol.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Whistleblower Quadroni sieht sich derzeit mit mehreren Verfahren vor den Bündner Gerichten konfrontiert.
Whistleblower Quadroni sieht sich derzeit mit mehreren Verfahren vor den Bündner Gerichten konfrontiert.
Christian Beutler, Keystone
Im Bündner Bauwesen kam es zu illegalen Kartellabsprachen. (Archiv)
Im Bündner Bauwesen kam es zu illegalen Kartellabsprachen. (Archiv)
Gaëtan Bally, Keystone
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Der Kanton Graubünden hat seine erste Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK): Das fünfköpfige Gremium untersucht die Rolle der kantonalen Verwaltung, insbesondere des Tiefbauamtes, im Zusammenhang mit den illegalen Preisabsprachen im Unterengadin.

Ebenfalls unter die Lupe genommen werden die Umstände der Verhaftung von Adam Quadroni. Dieser liess den Bauskandal als Whistleblower auffliegen. Der Bündner Grosse Rat beschloss die Einsetzung der PUK am Mittwoch in Chur oppositionslos mit 115 Stimmen. Der PUK gehören vier Grossräte und eine Grossrätin an.

Die illegalen Absprachen im Unterengadin sind schweizweit der bisher grösste aufgeflogene Fall von Manipulationen auf dem Bau. Die Wettbewerbskommission (Weko) gab Ende April bekannt, dass sie sieben Baufirmen mit total 7,5 Millionen Franken büsst. Ihr Entscheid basiert laut Weko auf mehreren Millionen Seiten Akten und über 120 Ermittlungsmassnahmen. Dazu zählen Razzien, etwa 40 Einvernahmen, drei Selbstanzeigen und 17 schriftliche Ergänzungen zu Selbstanzeigen. Hinzu kommen rund 40 Auskunftsbegehren und 25 Amtshilfeersuchen.

(SDA)

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