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Probleme gibt es am ehesten mit den Vätern

Bei Elterngesprächen mit religiösen Muslimen brauchen Lehrerinnen teilweise Vermittlung.

«Eine Schule darf eine Regel zum Handschlag durchsetzen», sagt Martin Wendelspiess, Chef des Volksschulamts. Foto: Dominique Meienberg
«Eine Schule darf eine Regel zum Handschlag durchsetzen», sagt Martin Wendelspiess, Chef des Volksschulamts. Foto: Dominique Meienberg

In den Schulen der Stadt Zürich und vieler Vorortsgemeinden beträgt der Anteil der Muslime teilweise über 10 Prozent, das sind Tausende von Kindern und Jugendlichen. Gleichwohl ist das Problem von Schülern, die ihren Lehrerinnen aus religiösen Gründen nicht die Hände schütteln wollen, praktisch unbekannt. Beim Rechtsdienst des kantonalen Volksschulamtes ist laut Amtschef Martin Wendelspiess noch nie eine Anfrage zum Thema eingegangen. Ausschliessen kann er gleichwohl nicht, dass es in Zürcher Schulen vereinzelt zu solchen Vorfällen gekommen ist. Bekannt ist ihm, dass Lehrerinnen bei Elterngesprächen schon problematische Situationen erlebten, weil muslimische Väter Frauen nicht als Respektspersonen akzeptieren. In den meisten Fällen, so Wendelspiess, könne das Problem aber ohne Intervention der Behörden gelöst werden. «Meist kommt dann nur die Mutter zum Gespräch, oder die Eltern nehmen zur Vermittlung eine Person ihres Vertrauens mit.» Für Wendelspiess ist es inakzeptabel, wenn Schüler ihren Lehrerinnen den Handschlag verweigern: «Eine Schule darf eine Handschlagregel durchsetzen.»

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