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«Politiker aus dem Ausland studieren unser Asylsystem»

«Ich werde nicht als Sammler von Verwaltungsratsmandaten auffallen», sagt Peter Gomm über seine Zukunft. Foto: Valérie Chételat

Nach sechs Jahren als Präsident der Konferenz der Sozialdirektoren sind Sie Ende Juli zurückgetreten. Die tiefen Erwerbsquoten bei den Flüchtlingen werden auch Ihren Nachfolger beschäftigen. Haben die Kantone das Problem verschlafen?

Das war vor über zehn Jahren. Heute liegt die Sozialhilfequote bei den Flüchtlingen noch immer bei 80 Prozent.

Dann machen die Kantone heute alles richtig?

Sie sind also trotz der tiefen Erwerbsquote optimistisch, dass die Integration der Flüchtlinge gelingen wird?

Bei der Umsetzung der Reform gibt es allerdings Widerstände: Schwyz sowie das Wallis und die Waadt wollen die Zentren nicht dort bauen, wo sie der Bund vorschlägt. Drücken sich die Kantone vor der Verantwortung?

Auch in der Romandie verläuft die Suche harzig. Was sagen Sie Ihren welschen Regierungsratskollegen?

Bei den jungen Asylbewerbern müssen wir schauen, dass sie nicht ihr Leben lang von der Sozialhilfe abhängig sind.

Die Asylverschärfungen hatten zur Folge, dass weniger Flüchtlinge in die Schweiz kommen. Ist es eine erfolgreiche Politik, wenn sie stattdessen unter teils miserablen Bedingungen in Italien leben?

Nebst der Flüchtlingsintegration machen den Kantonen die Sozialhilfekosten zu schaffen: Viele Bezüger lassen sich kaum mehr in den Arbeitsmarkt integrieren. Welche Lösungen sehen Sie?

Woran denken Sie dabei konkret?

Mehrkosten gefallen den Chefs nicht.

Das ist doch ein Kuhhandel.

Die zweite Gruppe?

«Es kann nicht sein, dass wir zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen zugunsten von Ländern, die gar nichts tun.»

Eine weitere Risikogruppe in der Sozialhilfe sind die Ü-55.

Was stellen Sie sich vor?

Ende Jahr hat das Parlament einen Arbeitslosenvorrang beschlossen. Was versprechen Sie sich davon für die Ü-55-Generation?

Weshalb?

Ende Juli haben Sie Ihren Job als Regierungsrat abgegeben. Sind Sie nicht auch ein arbeitsloser Ü-55er?

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?