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Pierre Cornu tritt überraschend zurück

Pierre Cornu hat am Dienstag seinen Rücktritt auf kommenden Mai erklärt. Der Untersuchungsleiter der Fälle Tinner und Blocher-Roschacher wolle sich künftig seiner Lieblingsbeschäftigung – dem Fussball – widmen.

Der Neuenburger Generalstaatsanwalt Pierre Cornu hat am Dienstag überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Der 50-Jährige, der in den Fällen Tinner und Blocher-Roschacher Untersuchungen führte, will sich künftig dem Sport widmen.

Cornu tritt auf Ende Mai 2011 zurück und wird ab Juni für eine Sport-Organisation arbeiten – für welche, wollte er am Dienstag noch nicht sagen. Er habe erst am 23. Dezember den Vertrag unterschrieben und wolle es seinem neuen Arbeitgeber überlassen, darüber zu informieren, sagte Cornu der Nachrichtenagentur SDA.

Der Neuenburger war während zehn Jahren Untersuchungsrichter, bevor er 1997 zum Generalstaatsanwalt gewählt wurde. Sein Vorgänger Thierry Béguin wurde damals in den Ständerat gewählt.

Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden ist Cornu durch seine Mandate als ausserordentlicher Staatsanwalt in der Affäre Blocher-Roschacher und im Fall Tinner.

Kein Erfolg in der Politik

Während all dieser Jahre hätten ihm vor allem Morde und Missbrauchsfälle an Kindern zu schaffen gemacht, sagte Cornu. Auf den Fall des ehemaligen Staatsrats Frédéric Hainard angesprochen, antwortete er, diese Affäre sei «ein Fall unter vielen» – auch wenn es sich um ein ehemaliges Regierungsmitglied handle.

In der Politik blieb dem FDP-Sympathisanten Pierre Cornu der Aufstieg verwehrt. Als es 2009 um die Nachfolge von Didier Burkhalter im Ständerat ging, zog ihm die Partei den jungen Raphaël Comte vor.

Alt-Ständerat Thierry Béguin rechnet übrigens damit, dass sich der fussballbegeisterte Cornu in dieser Sportart engagieren wird.

SDA/mrs

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