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Pflegen bis zur Erschöpfung

Hunderttausende Angehörige entscheiden sich dagegen, ihre betagten Eltern in einem Heim zu platzieren. Oft zahlen sie dafür finanziell – und gesundheitlich – einen hohen Preis.

Enormer Koordinationsaufwand: Oft müssen pflegende Familienmitglieder ihr Arbeitspensum reduzieren.

Enormer Koordinationsaufwand: Oft müssen pflegende Familienmitglieder ihr Arbeitspensum reduzieren.

(Bild: Keystone Gaetan Bally)

Michael Soukup@nachdenkend

Rund 330'000 Töchter, Partner, Ehefrauen oder Söhne pflegen hilfsbedürftige Angehörige zu Hause. Daniel Hehli* ist 50 Jahre alt, promovierter Ökonom und arbeitet bei einer grossen Schweizer Bank im Raum Basel. Weil er seine demenzkranke Mutter zu Hause pflegt, macht sein Chef wegen angeblich mangelnder Leistung Druck auf ihn. Auch die 63-jährige Elsbeth Meyer* pflegt ihre an Demenz erkrankte Mutter selbst. Deshalb musste die in der Erwachsenenbildung tätige Theologin ihre Anstellung reduzieren – was zu einem erheblichen finanziellen Ausfall führte. Beide fühlen sich von der Wirtschaft und vom Staat im Stich gelassen.

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