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Pfarrer von Aadorf ist auf freiem Fuss

Der katholische Pfarrer von Aadorf TG ist am Montag aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Doch die Verdachtsmomente gegen ihn haben sich erhärtet.

Die Strafuntersuchung gegen den Geistlichen läuft weiter. Derweil hat das Bistum Basel zwei Meldungen zum ehemaligen Priester in Baden AG an die Polizei weitergeleitet. Nach Angaben des Thurgauer Untersuchungsrichteramts hat sich der «Verdacht auf Verletzung der sexuellen Integrität Minderjähriger im strafrechtlichen Grenzbereich erhärtet», wie es am Dienstag zum Fall Aadorf mitteilte.

Die Untersuchungsbehörden hatten bereits zu Beginn der Ermittlungen klar gestellt, dass es nicht um qualifizierten Missbrauch geht. Der Stand habe nun eine Entlassung des Aadorfer Pfarrers nach rund einem Monat in Untersuchungshaft möglich gemacht. Das Bistum Basel stellte den Geistlichen für die Dauer des Verfahrens frei. Das Bistum informierte am Dienstag zugleich über den wegen sexuellen Missbrauchs in Österreich und Deutschland in die Schlagzeilen geratenen, ehemaligen Priester von Baden AG.

Zwei Meldungen der Polizei übergeben

Zum diesem Fall seien zwei Meldungen mit Einverständnis der Opfer der Polizei übergeben worden. Wegen des Opferschutzes gab das Bistum Basel keine weiteren Angaben bekannt. Der heute 69-jährige Pater war zwischen 1971 und 1987 in der Parrei in Baden AG tätig gewesen. Zu dieser Zeit gingen mindestens vier Meldungen beim Bistum Basel ein.

Ende März wurden weitere Verfehlungen des Geistlichen bekannt, die er in Bregenz und im deutschen Birnau begangen hatte. Das Bistum Basel hatte den Pater 1971 eingestellt, obwohl es darüber Bescheid gewusst hatte, dass der Mann seine vorherigen Arbeitsorte wegen unerlaubter sexueller Handlungen hatte verlassen müssen.

Heute bezeichnet das Bistum Basel die Anstellung als «unvertretbare Fehleinschätzung.» Dies passe bedauerlicherweise ins Gesamtbild der damaligen Zeit. Ob sich der Pater auch in Schübelbach SZ, wo er zuletzt tätig war, sexuelle Verfehlungen zu Schulden kommen liess, ist bisher nicht bekannt.

SDA/raa

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