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«Perspektiven»: Wie Empfänger zu «Klienten» werden

Die Sozialindustrie senkt die Hemmschwelle für Sozialhilfe-Bezüger. Diese werden jetzt als «Klienten» bezeichnet – eine grundlose Verniedlichung.

Der Gang zum Sozialamt gehört bei einigen geradezu zum Lebensstil.
Der Gang zum Sozialamt gehört bei einigen geradezu zum Lebensstil.
Valérie Chételat

Die Debatte um die Sozialhilfe in der Schweiz ist wieder einmal entflammt, befeuert von der effizienten publizistischen «Blick»-Maschinerie: neue Missbrauchsfälle, dazu ein unverständliches Urteil des Bundesgerichts, welches besagt, dass auch renitente, nicht kooperationswillige Zeitgenossen Recht auf Sozialhilfe haben. Der Präsident der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos), Walter Schmid, musste sich in diversen Medien rechtfertigen. (Die private Skos gibt Empfehlungen heraus, an die sich viele Kantone und Gemeinden halten, als ob es sich um Gesetze handelte.)

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