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«Perspektiven»: Treberwurst im gallischen Dorf

Es lohnt sich, Politiker- und Journallistenkreise zu verlassen und sich statt mit der veröffentlichten mit der öffentlichen Meinung zum Thema Einwanderung auseinanderzusetzen.

Legendäre Schmauserei: Treberwurstessen. Spätestens nach zwei drei Gläsern Chasselass entfalmmen die angeregtesten Diskussionen.
Legendäre Schmauserei: Treberwurstessen. Spätestens nach zwei drei Gläsern Chasselass entfalmmen die angeregtesten Diskussionen.
Franziska Scheidegger, Keystone

Nein, um Himmels willen! Bitte nicht noch mehr zum Thema Einwanderung, nach einer Woche, in der das Abstimmungsergebnis von allen Seiten, von oben und unten, hinten und vorn analysiert, kommentiert und durchleuchtet worden ist.

Also reden wir von der Treberwurst. Jahrelang hatte ich von der legendären Schmauserei gehört, im Winter in den Weinkellern am Bielersee; von jener Wurst, die in der Metzgerei Fuhrer in Twann gefertigt, in einem Schnaps-Brennkessel über dem Trester gegart und dann in grosszügigen Portionen verspeist und mit weissen oder roten Weinen hinuntergespült wird. Aber ich hatte es nie zur richtigen Zeit an den Bielersee geschafft, bis Donnerstagabend: Endlich fand ich mich in einer munteren Runde älterer Herrschaften im Keller der Familie Feitknecht in Twann wieder, und mir war alsbald bewusst, dass es beim Treberwurstessen nur in zweiter Linie um die Wurst geht – wenngleich diese exzellent ist und zudem viel weniger fettig als ihr entfernter welscher Cousin, der Saucisson Vaudois.

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