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Perspektiven: Scoop

Am Donnerstag beendete die «Weltwoche» die politische Karriere des SVP-Bundesratskandidaten Bruno Zuppiger durch einen Scoop, was der Fremdwörterduden als «Exklusivmeldung, Knüller» umschreibt.

«Zuppigers Erbsünde» lautete die knackige Schlagzeile auf der Titelseite, und nach Lektüre des Artikels war jedem klar, dass der Zürcher Nationalrat nicht mehr tragbar war.

In derselben Ausgabe der «Weltwoche» kritisierte Kurt W. Zimmermann in seiner wöchentlichen Medienschelte seine Berufskollegen, denen es nicht eingefallen sei, die wirklichen Besitzverhältnisse der «Basler Zeitung» (BaZ) zu recherchieren – also der Frage nachzugehen, wer die anonymen Geldgeber im Schatten von Moritz Suter seien. Zimmermann insinuierte, blinder Gehorsam gegenüber ihren Verlegern sei für ihre zunehmende Beisshemmung verantwortlich; die Journalisten, so Zimmermann, seien «domestizierte Erfüllungsgehilfen» ihrer «Dienstherren» geworden.

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