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Papst ernennt Kurt Koch zum Kardinal

Der 60-jährige Luzerner bekleidet nun das zweithöchste Amt in der katholischen Kirche. Kurt Koch ist erst der neunte Schweizer Kardinal in der Geschichte.

Gross Ehre für Kurt Koch: Er erhält vom Papst das Birett.
Gross Ehre für Kurt Koch: Er erhält vom Papst das Birett.
Keystone
Rot ist die dominierende Farbe: Schweizergardist vor den Kardinälen.
Rot ist die dominierende Farbe: Schweizergardist vor den Kardinälen.
Keystone
... und Kurt Kochs Miene zeigte überdeutlich, dass die Vorgänge in der katholischen Kirche ihm auch persönlich nahe gingen.
... und Kurt Kochs Miene zeigte überdeutlich, dass die Vorgänge in der katholischen Kirche ihm auch persönlich nahe gingen.
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Rom Papst Benedikt XVI. hat in einer feierlichen Zeremonie im Petersdom 24 neue Kardinäle ernannt, unter ihnen den Schweizer Kurt Koch. Der Papst hatte das ihn beratende Kardinalskollegium für Samstag zu einem Konsistorium eingeladen, um in diesem Kreis die 24 Kirchenmänner zu Purpurträgern zu erheben.

Nach seiner Predigt überreichte Benedikt seinen neuen Spitzenberatern das Birett, die rote Kopfbedeckung, und ihr Ernennungsdekret. Am Sonntag erhalten die 24 dann noch ihren Kardinalsring.

Im Petersdom gaben die Kardinäle und Bischöfe mit ihren Gewändern in Purpur und Violett ein farbenprächtiges Bild ab. Trotz strömenden Regens hatten sich auch auf dem Petersplatz vor dem Dom zahllose Gläubige für diese Zeremonie versammelt. Es ist das dritte Konsistorium Benedikts.

Nur 20 sind unter 80 Jahre alt

In seiner Predigt rief Benedikt die neuen Kardinäle auf, der Kirche zu dienen. In der Kirche sei niemand Herrscher. Das Kriterium für Grösse sei nicht Herrschaft, sondern der Dienst.

Kardinäle sind die höchsten katholischen Würdenträger nach dem Papst. Mit den 24 neuen Ernennungen stieg ihre Zahl auf 203. 20 der frisch Ernannten sind unter 80 Jahre alt und damit Papstwähler. Aus dem Kreis der Kardinäle wird auch jeweils ein neuer Papst gewählt.

Nach Kochs Erhebung in den Kardinalsrang steigt die Zahl der amtierenden Schweizer Kardinäle auf vier. Derzeit tragen der Walliser Henri Schwery, der Tessiner Gilberto Agustoni und der Genfer Georges Marie Martin Cottier den Kardinalshut.

SDA/miw

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