Zum Hauptinhalt springen

Opfern die Entscheidung abnehmen

Häusliche Gewalttäter kommen meistens ohne Strafe davon – weil die Opfer das Verfahren häufig einstellen lassen. Nun will der Bundesrat den Staatsanwaltschaften mehr Macht geben.

Zu häufig noch ein Tabu: In einigen Kantonen werden bis zu 90 Prozent der Fälle häuslicher Gewalt eingestellt. (Nachgestellte Szene)
Zu häufig noch ein Tabu: In einigen Kantonen werden bis zu 90 Prozent der Fälle häuslicher Gewalt eingestellt. (Nachgestellte Szene)
Keystone

Vor über zehn Jahren waren sich Bundesrat und Parlament einig: Vergewaltigt der Ehemann die Frau oder bedroht die Freundin ihren Partner, dann soll dies nicht mehr länger als Privatsache betrachtet werden. Seit 2004 gelten deshalb sämtliche Straftaten in Paarbeziehungen als Offizialdelikt, das heisst, sie werden von Amtes wegen verfolgt. Das Ziel war klar: Mehr Gewalttäter sollten verurteilt werden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.