Online-Guide zum Winterspass

Schneeschuhtrails, Langlaufloipen, Schlittel- und Wanderwege: Schweiz mobil präsentiert 500 neue Winterangebote – ab Januar 2018 auch in einer App.

Schnee, Ruhe, Natur: Auf einer neuen App gibt es nun eine Übersicht zum Angebot in der Schweiz.

Schnee, Ruhe, Natur: Auf einer neuen App gibt es nun eine Übersicht zum Angebot in der Schweiz. Bild: Keystone

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Seit bald 10 Jahren existiert das Routennetz Schweiz mobil. Vor fünf Jahren begann innerhalb der gleichnamigen Stiftung die Diskussion um die Wintererweiterung. 2015 startete die Realisierung. «Der Winter brauchte etwas mehr Zeit, weil er eigentlich nicht zu unseren Kernkompetenzen gehört», erläutert Markus Capirone, Koordinationsverantwortlicher bei der Projektleitung von Schweiz mobil in Olten. «Weil jedoch Schweiz mobil bei den Nutzern auf breite Wertschätzung gestossen ist, haben wir winterliche Varianten ausgearbeitet.»

Und dies ist das Ergebnis: Die 3600 Kilometer sommerliche Bike-, Velo-, Wander-, Skating- und Kanurouten wurden um 3000 Kilometer Winterwanderwege, Schneeschuhtrails, Langlaufloipen und Schlittelwege ergänzt. Entstanden sind 500 neue Angebote zwischen Unterengadin und Waadtländer Jura.

Winterangebote statt Winterland

«Es gelang, alle relevanten Partner ins Boot zu holen – die Schweizer Wanderwege, den Schneeschuhverband Schweiz, Loipen Schweiz, Romandie Ski de Fond, Swiss Sliding Naturbahn und die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU)», sagt Capirone.

In Analogie zu den fünf «Sommerländern», etwa Bike- oder Wanderland, hätte sich der Name Winterland für die neuen Aktivitäten aufgedrängt. Nur heissen sie doch nicht so - Schweiz mobil spricht weniger prägnant von «neuen Winterangeboten» in den vier Bereichen Langlauf, Winterwandern, Schneeschuhlaufen und Schlitteln.

«Weil wir künftig von den angestammten Ländern etwas wegkommen und die ganze Kommunikation auf Schweizmobil.ch konzentrieren wollen, haben wir in der Wintervariante die Länder weggelassen», so Capirone.

Dunkelpink und hellpink

Zentral bleibe aber, dass die Signallogik im Winter jener im Sommer zu entsprechen habe. Ähnlich wie bei den gelben Wanderwegweisern sind die Wegweiser für Langlaufloipen in Türkis und fürs Winterwandern und Schneeschuhlaufen in Pink gehalten. Sie werden schrittweise mit den vom Sommer gewohnten quadratischen Routenfeldern mit Nummer und allenfalls Namen ergänzt.

In der Onlinekartografierung setzte man dabei auf einen Kunstgriff: Die Winterwege sind hellpink markiert und die Schneeschuhtrails zur Unterscheidung in dunklem Pink. Wohl um allfälligen Enttäuschungen vorzubeugen, deklariert Schweiz mobil dieses erste Netz von 3000 Routenkilometern als «Best of»-Auswahl: 152 Schneeschuhtrails, 143 Langlaufloipen, 123 Winterwanderwege und 82 Schlittelwege.

Noch gibt es Lücken

Einem ahnungslosen Onlinenutzer erscheint die teilweise sehr lückenhafte Auswahl wenig plausibel. Betrachten wir den Langlauf: Dass bei grossen Loipen wie dem Schwedentritt in Einsiedeln oder der Finnenloipe in Rothenthurm nicht alle Varianten einzeln angezeigt werden, bleibt verständlich. Dass aber bei bekannten hoch gelegenen Revieren wie Davos oder Engadin ganze Täler fehlen, ist schlecht nachvollziehbar. «Die Auswahl lag bei den kantonalen Tourismusorganisationen, die mit lokalen Partnern vor Ort entschieden», erklärt Markus Capirone. «Für einige Gremien war unser Timing wohl etwas zu ambitioniert.»

Wichtig war Schweiz mobil auch ein föderalistischer Verteilschlüssel. Gemäss Capirone ist in den nächsten fünf Jahren ein kontinuierlicher Ausbau auf je etwa 250 Langlauf-, Schneeschuh- und Winterwanderrouten sowie etwa 100 Schlittelstrecken geplant. Bei den Winterangeboten liege es «in der Natur der Sache», dass es vorerst nur lokale Angebote gebe. Doch beim Langlauf könnten etwa im Jura ein, zwei regionale, vielleicht gar eine nationale Route – nach dem Vorbild der französischen Grande Traversée du Jura – ein Ziel sein.

www.schweizmobil.ch. Ab Januar auch in der App von Schweiz Mobil verfügbar. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 26.12.2017, 21:24 Uhr

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