Oberwil-Lieli umgeht Strafe für Asyl-Absage

Nach dem Streit um die Aufnahme von Asylbewerbern hat das Aargauer Dorf eine Lösung gefunden. Eine Nachbargemeinde stellt eine Unterkunft zur Verfügung.

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Da die Aargauer Gemeinde Oberwil-Lieli keine Asylbewerber aufnimmt, hätte sie dem Kanton 290'000 Franken Strafe bezahlen müssen. Nun hat Gemeindepräsident und SVP-Nationalrat Andreas Glarner eine andere Lösung gefunden, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet.

Eine Nachbargemeinde nimmt die Hälfte der Asylbewerber, die Oberwil-Lieli vom Kanton zugeteilt wurden, auf. Rudolfstetten habe eine neue Unterkunft für die Asylbewerber gefunden, welche die Gemeinde selber unterbringen müsse, erklärt Gemeindeammann Josef Brem. Nun könne man fünf frei gewordene Plätze in bisher angemieteten Wohnungen Oberwil-Lieli zur Verfügung stellen. Betreut werden die Asylsuchenden von Rudolfstetten, die Kosten übernimmt Oberwil-Lieli.

Möglich ist dies, da die beiden Gemeinen einen Asylverbund gegründet haben. Rudolfstetten hat dem Verbund bereits zugestimmt, die Einwohner von Oberwil-Lieli stimmen Ende November darüber ab. Damit dürfte sich die Strafzahlung an den Kanton für Oberwil-Lieli reduzieren.

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