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NDB registriert mehr als 1 Million Fluggäste

Der Nachrichtendienst des Bundes sammelt laut einem Bericht seit 2011 Daten von Passagieren, die aus «Risikoländern» in die Schweiz einfliegen.

Vom NDB erfasst? Passagiere am Flughafen Zürich.
Vom NDB erfasst? Passagiere am Flughafen Zürich.
Keystone

Wegen Terrorgefahr sammelt der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) persönliche Daten von allen Passagieren, die aus sogenannten Risikostaaten in die Schweiz fliegen. «Der Nachrichtendienst gleicht die Daten mit bestehenden Erkenntnissen ab, um mögliche Gefährdungen der inneren oder äusseren Sicherheit durch eine einreisende Person festzustellen», sagt NDB-Sprecherin Carolina Bohren der «NZZ am Sonntag».

Welche Länder als Risikoländer gelten, ist nicht bekannt. «Die Liste der entsprechenden Staaten wird vom Bundesrat genehmigt. Sie ist vertraulich klassifiziert, weshalb wir darüber keine Auskunft geben», sagt die Sprecherin.

Der Schweizer Geheimdienst sammelt die Daten von Flugpassagieren seit 2011. Wie viele Personen in der Zwischenzeit registriert worden sind, gibt er zwar nicht bekannt. Es dürften aber mehr als eine Million sein. Allein im Jahr 2013 überprüfte der Nachrichtendienst die Daten von 511'000 Flugpassagieren, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Der Nachrichtendienst bezieht die Daten der Flugpassagiere vom Staatssekretariat für Migration (SEM), das SEM wiederum erhält sie von Gesellschaften, die Flüge von bestimmten ausländischen Destinationen in die Schweiz anbieten. Die Liste dieser Destinationen umfasst zurzeit Istanbul (Türkei), Pristina (Kosovo), Moskau (Russland), Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), Nairobi (Kenia ) sowie Casablanca und Marrakesch (beide Marokko), wie es in einem Dokumente der Bundesverwaltung heisst. Es ist davon auszugehen, dass der Nachrichtendienst alle oder einen grossen Teil dieser Daten übernimmt.

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