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«Nachdenken sollte man nicht erst auf Erlaubnis dürfen»

Das Bekanntwerden der Gruppe Democrazia Vivainta wird kontrovers diskutiert. Mit dem Politikwissenschaftler Marc Bühlmann äussert sich erstmals ein Mitglied der «geheimen» Denkgruppe.

«Von einer Initiativenflut zu sprechen, ist übertrieben»: Marc Bühlmann.
«Von einer Initiativenflut zu sprechen, ist übertrieben»: Marc Bühlmann.
Keystone

Sie sind eines der Mitglieder der von der Bundeskanzlei eingesetzten Expertengruppe Democrazia Vivainta. Können Sie die Aufregung in der Öffentlichkeit über diese «Geheimgruppe» nachvollziehen? Ja, angesichts der Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wurde, kann ich die Aufregung nachvollziehen. Ich erhielt viele Rückmeldungen von Leuten, die sagten: Es geht doch nicht, dass die Verwaltung eine geheime Gruppe installiert, die irgendwelche Reformen in der Dunkelkammer durchsetzt. Als Demokratietheoretiker fände ich das ebenfalls katastrophal. Der Fehler liegt hier aber in der Berichterstattung, die schlicht kreuzfalsch ist.

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