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Mutter des ausgesetzten Babys und Mann in U-Haft

Die Rollen der beiden Erwachsenen im Fall von Därstetten werden bei den Ereignissen untersucht.

Im Werkhof von Därstetten hat eine Mutter ihr Neugeborenes am Freitagabend ausgesetzt. (Bild: Hans Urfer)
Im Werkhof von Därstetten hat eine Mutter ihr Neugeborenes am Freitagabend ausgesetzt. (Bild: Hans Urfer)
Hans Urfer

Die Berner Justiz nahm die Mutter des am vergangenen Samstag im bernischen Därstetten ausgesetzten Säuglings in Untersuchungshaft. Das gilt auch für einen Mann aus ihrem unmittelbaren Umfeld.

Wie die regionale Staatsanwaltschaft Berner Oberland und die Berner Kantonspolizei am Donnerstag mitteilten, wurde die Untersuchungshaft wegen möglicher Kollusionsgefahr, also Verdunkelungsgefahr, angeordnet. Es gelte, nun die genauen Rollen der beiden Personen bei den Ereignissen zu klären.

Zum Schutz aller Beteiligten würden keine näheren Angaben zu einzelnen Personen gemacht. Untersuchungen am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern haben bestätigt, dass es sich bei der ermittelten Frau um die Kindsmutter handelt.

Das Baby war am vergangenen Samstag auf einem Werkhof in der Berner Oberländer Gemeinde Därstetten aufgefunden worden. Es war in eine Decke gewickelt und lag in einer Kartonschachtel. Das Baby wurde am Samstag in kritischem Zustand ins Spital geflogen.

Eine Frage der Zeit

Am Mittwoch sagte ein Polizeisprecher, der Gesundheitszustand des Säuglings habe sich seit Samstag zumindest nicht verschlimmert. Fachleute sagten, bei unterkühlt aufgefundenen Personen dauere es immer eine gewisse Zeit, bis seriöse Prognosen zur Entwicklung des Gesundheitszustands möglich seien. Dies gelte laut den Fachleuten für Säuglinge besonders.

Die Mutter des Kindes stammt aus der Region. Sie gab nach ihrer Festnahme an, das Kind ohne fremde Hilfe unweit des Fundorts zur Welt gebracht zu haben.

pd/chh/fal

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