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Mindestzinssatz bleibt bei 2 Prozent

Der Bundesrat beharrt auf einem Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge von 2 Prozent.

Freude beim Arbeitgeberverband: Präsident Rudolf Stämpfli.
Freude beim Arbeitgeberverband: Präsident Rudolf Stämpfli.
Keystone

Trotz solidem Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr soll das Kapital der zweiten Säule auch nächstes Jahr nur mit 2 Prozent verzinst werden. Der Bundesrat hat am Freitag entschieden, den Mindestzinssatz bei 2 Prozent zu belassen.

Er folgt damit der Empfehlung der Kommission für berufliche Vorsorge (BVG-Kommission). Zu beachten sei, dass die negative Entwicklung der Aktienmärkte als Folge der Finanzkrise bisher noch nicht habe kompensiert werden können, schreibt das Departement des Innern (EDI) in seiner Mitteilung.

Entscheidend für die Höhe des Mindestzinssatzes sind vor allem der langfristige Durchschnitt der Bundesobligationen sowie die Entwicklung von Aktien, Anleihen und Liegenschaften.

Forderung der Arbeitgeber erfüllt

Die von der Mehrheit der BVG-Kommission empfohlene Formel ergebe per Ende Juli 2010 einen Wert von 2,18 Prozent und per Ende August einen solchen von 2,08 Prozent, hält der Bundesrat fest.

Mit seinem Entscheid entspricht er der Forderung der Arbeitgeberverbände. Diese hatten sich für einen Satz von maximal 2 Prozent ausgesprochen. Die Gewerkschaften hatten für einen Mindestzinssatz von 2,75 Prozent votiert.

Vorsichtiger Kurs

Die BVG-Kommission sprach sich für 2 Prozent aus, nachdem sie Mindestzinssätze zwischen 1,5 und 2,75 Prozent geprüft hatte. Die Prüfung habe zwar gezeigt, dass der Zinssatz nächstes Jahr bei 2,18 Prozent liegen müsste, sagte Kommissionspräsident Claude Frey Ende August. Da es an den Finanzmärkten in den letzten Wochen aber zu deutlichen Baissen gekommen sei, habe sich die Kommission für einen vorsichtigen Kurs ausgesprochen.

Der Mindestzinssatz von 2 Prozent gilt seit Anfang 2009. Bereits letzten Herbst hatte es der Bundesrat abgelehnt, den Zinssatz zu ändern. Im Jahr 2008 hatte der Mindestzinssatz noch bei 2,75 Prozent gelegen. Angesichts der gravierenden Finanzkrise hatte der Bundesrat im Herbst 2008 aber beschlossen, den Zinssatz auf 2 Prozent zu senken.

Der Mindestzinssatz gilt für die Altersguthaben aus dem obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge, der auf den Löhnen zwischen 20'520 und 82'080 Franken erhoben wird.

(SDA)

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