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Mieses Heroin drängt Dealer ins Kokaingeschäft

Albanische Drogenmafias in der Schweiz «diversifizieren» offenbar ihr Geschäft. Das zeigen Drogenfunde der letzten Jahre.

Der Handel mit Heroin scheint zu schrumpfen: Eine Archivaufnahme einer Beschlagnahmung von rund 6 Kilogramm Heroin in Genf – zwei Kosovaren und ein Albaner wurden dabei verhaftet. (31. Mai 2002)
Der Handel mit Heroin scheint zu schrumpfen: Eine Archivaufnahme einer Beschlagnahmung von rund 6 Kilogramm Heroin in Genf – zwei Kosovaren und ein Albaner wurden dabei verhaftet. (31. Mai 2002)
Martial Trezzini, Keystone
Traditionell sind die albanischen und kosovarischen Mafias im Heroin-Handel tätig: Bei der Zerschlagung eines albanischen Drogenringes hatte die Stadtzürcher Kriminalpolizei Drogen im Strassenverkaufswert von 1,7 Millionen Franken sowie etwa 600'000 Franken Bargeld sichergestellt. (28. August 2000)
Traditionell sind die albanischen und kosovarischen Mafias im Heroin-Handel tätig: Bei der Zerschlagung eines albanischen Drogenringes hatte die Stadtzürcher Kriminalpolizei Drogen im Strassenverkaufswert von 1,7 Millionen Franken sowie etwa 600'000 Franken Bargeld sichergestellt. (28. August 2000)
Steffen Schmidt, Keystone
Die Verlagerung führt nicht zu verschärfter Konkurrenz mit Dealern aus Zentral- und Südamerika oder Westafrika, da die organisierten Kriminellen aus Albanien und dem Kosovo genau wie die Amerikaner diskreter vorgingen: Beschlagnahmung der Polizei Basel-Landschaft von rund 191 Kilogramm Kokain. Die Drogen befanden sich in einem Container, welcher in Brasilien beladen und per Schiff nach Antwerpen spediert worden war. (19. Oktober 2015)
Die Verlagerung führt nicht zu verschärfter Konkurrenz mit Dealern aus Zentral- und Südamerika oder Westafrika, da die organisierten Kriminellen aus Albanien und dem Kosovo genau wie die Amerikaner diskreter vorgingen: Beschlagnahmung der Polizei Basel-Landschaft von rund 191 Kilogramm Kokain. Die Drogen befanden sich in einem Container, welcher in Brasilien beladen und per Schiff nach Antwerpen spediert worden war. (19. Oktober 2015)
Polizei Basel-Landschaft, Keystone
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Die albanischen und kosovarischen Drogendealer stellen ihr Angebot um und verlagern sich offenbar vom Heroin hin zu Kokain und Cannabis. Dies schliesst die Polizei aus zahlreichen Drogenfunden in den vergangenen Jahren.

Traditionell sind die albanischen und kosovarischen Mafias im Heroin-Handel tätig, wie Olivier Guéniat, Chef der Neuenburger Kriminalpolizei, am Sonntag zu einem Bericht von «Le Matin Dimanche» sagte. Seit fünf oder sechs Jahren seien die kriminellen Organisationen nun aber dabei, sich zu «diversifizieren». Dies zeige sich immer wieder, wenn Drogen in der Schweiz sichergestellt würden.

Lieferung an die Haustür

Für den Drogen-Experten ist dieser Wandel aber ganz logisch. «Die Qualität des Heroins ist in den vergangenen zwanzig Jahren zurückgegangen», sagte Guéniat. Dies hänge damit zusammen, dass weniger Heroin verfügbar sei.

Obwohl die albanischen und kosovarischen Drogenhändler in den Kokain- und Cannabismarkt vorstossen, führt dies laut Guéniat nicht zu verschärfter Konkurrenz mit Dealern aus Zentral- und Südamerika oder Westafrika, die traditionell mit Kokain handeln.

Die organisierten Kriminellen aus Albanien und dem Kosovo gingen genau wie die Amerikaner diskreter vor. So lieferten sie etwa frei Haus, während afrikanische Dealer eher in den Strassen präsent seien.

SDA/mch

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