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Merz' Agonie begann mit dem Herzinfarkt

Hans-Rudolf Merz hätte als geachteter Finanzminister in die Geschichte eingehen können. Ein «annus horribilis» änderte alles. Ein Kommentar.

Im Herbst 2008, als die Finanzkrise in aller Heftigkeit ausbrach und die UBS am Abgrund stand, erlitt Hans-Rudolf Merz einen Herzinfarkt. Bald machte der böse Witz die Runde, der Finanzminister habe den Herzinfarkt erlitten, als ihm die UBS die 68 Milliarden Franken teure Rechnung für deren Rettung präsentiert habe. Der Witz ist zwar zynisch. Der gesundheitliche Schicksalsschlag markierte aber den Beginn der politischen Agonie von Merz.

In der Folge agierte er immer wieder unglücklich, oft war er ein einziges Ärgernis, auch für seine Partei. Die parlamentarische Geschäftsprüfungskommission (GPK) kam im Frühling in ihrem Bericht zur UBS-Steueraffäre zu einem verheerenden Fazit über das Krisenmanagement des Finanzministers. Ein Kritikpunkt lautete, dass Merz seine Bundesratskollegen zu spät über die Entwicklungen in der UBS-Affäre informiert habe.

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