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Markanter Rückgang der Asylgesuche aus Balkanstaaten

Über Gesuche von Asylbewerbern aus Balkanstaaten wird seit August innert 48 Stunden entschieden. Das zeigt Wirkung: Die Zahl der Gesuche hat ab- und jene der freiwilligen Rückkehrer zugenommen.

Kein langes Warten auf den Bescheid mehr: Zwei Asylbewerber in einem Warteraum der Empfangsstelle in Basel. (Archivbild)
Kein langes Warten auf den Bescheid mehr: Zwei Asylbewerber in einem Warteraum der Empfangsstelle in Basel. (Archivbild)
Keystone

Die Einführung von Schnellverfahren für Asylsuchende aus Balkanstaaten zeigt gemäss ersten Zahlen offenbar Wirkung: Die Gesuchszahlen aus Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Serbien und Albanien sind deutlich zurückgegangen.

In den letzten beiden Augustwochen gingen aus diesen Staaten, für die seit 2009 respektive 2010 keine Visumspflicht mehr gilt, noch 70 Gesuche ein. In den beiden Wochen davor waren es 274 gewesen, wie die Statistik des Bundesamts für Migration (BFM) zeigt.

Ausserdem entscheiden sich wesentlich mehr Asylsuchende aus diesen Staaten zu einer Ausreise: Seit der Einführung des 48-Stunden-Verfahrens am 20. August reisten 432 Personen aus dem Balkan freiwillig in ihr Herkunftsland zurück, wie Michael Glauser vom BFM sagt. Er bestätigt einen Bericht der «SonntagsZeitung» /«Le Matin Dimanche».

Bisher 159-mal das Schnellverfahren angewendet

In den Monaten zuvor sind viel weniger Menschen freiwillig zurückgekehrt. Grund für die Zunahme ist laut Glauser, dass den Asylsuchenden neu eine Einreisesperre droht, wenn sie die Ausreisefrist verstreichen lassen. Das wollen viele der meist jungen Migranten offenbar nicht riskieren.

Seit dem 20. August erhalten Asylsuchende aus visumsbefreiten europäischen Staaten innert zwei Tagen einen erstinstanzlichen Entscheid über ihr Gesuch. Das Schnellverfahren kam in den ersten drei Wochen 159-mal zur Anwendung.

Der Grund für die Einführung des verkürzten Verfahrens war der markante Anstieg von Asylgesuchen aus dem Balkan in den Monaten zuvor gewesen.

SDA/rbi

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