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«Man muss der Mafia die Attraktivität nehmen»

Der Jahresbericht des Bundesamts für Polizei wirft ein Schlaglicht auf die Aktivitäten der italienischen Mafia in der Schweiz. Warum ihre Machenschaften lange unbemerkt blieben, erklärt Stefan Kunfermann vom Fedpol.

Das war bei weitem kein Einzelfall: Die Akten stapeln sich im Gerichtssaal in Lugano vor dem Prozess gegen den Anwalt Francesco Moretti. Der Kalabrese wurde beschuldigt, 60 Millionen Franken für die italienische Mafia gewaschen zu haben. (2. Juni 2003)
Das war bei weitem kein Einzelfall: Die Akten stapeln sich im Gerichtssaal in Lugano vor dem Prozess gegen den Anwalt Francesco Moretti. Der Kalabrese wurde beschuldigt, 60 Millionen Franken für die italienische Mafia gewaschen zu haben. (2. Juni 2003)
Keystone

Laut dem neuesten Fedpol-Bericht spielt die italienische Mafia eine bedeutende Rolle in der Basiskriminalität in der Schweiz – beispielsweise beim Drogen- und Waffenhandel. Ist diese Erkenntnis tatsächlich neu? Es gab immer wieder Hinweise dafür, dass die italienische Mafia die Schweiz nicht nur als Rückzugsraum und für die Geldwäsche benutzt, sondern auch Delikte, wie zum Beispiel Diebstahl und Raub, begeht. Ein einzelnes Delikt, welches nicht typisch zu mafiösen Organisationen passt, ist aber nur ein einzelnes Element. Es brauchte verschiedene Elemente, bis sich ein schlüssiges Bild ergab. Zudem dauert es, bis solche Organisationen infiltriert werden können. Es brauchte Zeit, bis Verbindungen zwischen einzelnen Personen hergestellt und alle Informationen überprüft werden konnten. Wir haben in den letzten drei Jahren die Ermittlungen in diesem Bereich intensiviert und so die Elemente zusammengetragen, die zu der Erkenntnis führten, dass die italienische Mafia auch in der Basiskriminalität aktiv ist.

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