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Leuthard bittet Stromunternehmen zur Kasse

Doris Leuthard brachte heute im Bundesrat die Forderung ein, dass AKW-Betreiber mehr Geld ansparen müssen. Das blockiere die erneuerbaren Energien, kritisiert der Präsident der BKW.

Urs Gasche, BDP-Nationalrat und Verwaltungsratspräsident der BKW, ist über die Pläne der Energieministerin nicht erfreut.
Urs Gasche, BDP-Nationalrat und Verwaltungsratspräsident der BKW, ist über die Pläne der Energieministerin nicht erfreut.
Lukas Lehmann, Keystone
Doris Leuthard will aber auf Nummer sicher gehen, dass die Steuerzahler am Schluss nicht doch noch die Stilllegung der AKW mitzahlen müssen.
Doris Leuthard will aber auf Nummer sicher gehen, dass die Steuerzahler am Schluss nicht doch noch die Stilllegung der AKW mitzahlen müssen.
Peter Klaunzer, Keystone
Dass der Staat einst einen Teil der Stilllegungs- und Entsorgungskosten berappen muss, weil den Stromunternehmen ein Teil der Mittel fehlt, glaubt Urs Gasche nicht. Im Bild das Kernkraftwerk Mühleberg.
Dass der Staat einst einen Teil der Stilllegungs- und Entsorgungskosten berappen muss, weil den Stromunternehmen ein Teil der Mittel fehlt, glaubt Urs Gasche nicht. Im Bild das Kernkraftwerk Mühleberg.
Alessandro Della Bella, Keystone
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Der 25. Mai 2011 war für die Schweiz ein besonderer Tag. Damals verkündete Energieministerin Doris Leuthard (CVP), der Bundesrat habe den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Mit dem absehbaren Ende des Atomzeitalters in der Schweiz rückt jetzt auch die Frage nach den Kosten der Stilllegung und der Entsorgung stärker ins Zentrum der Diskussionen. Experten gehen davon aus, dass für den Rückbau und die Entsorgung der Anlagen nach heutigen Berechnungen Kosten von insgesamt 20 Milliarden Franken anfallen werden. Diese Geldmittel müssen von den Betreibern in zwei speziellen Fonds (Stilllegungs- und Entsorgungsfonds) angespart werden – eine Art Alterssparen für AKW, wie SP-Ständerätin Anita Fetz dies nannte. Die Bewirtschaftung der beiden Geldtöpfe, in denen Ende 2011 gegen 4,3 Milliarden Franken lagen, soll zusätzliche Mittel zur Deckung der Kosten beisteuern.

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