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«Kühe sollen Milch machen aus dem Gras, das in der Schweiz wächst»

Der Schweizer Tierschutz zieht in einer neuen Publikation eine gemischte Bilanz zur hiesigen Nutztierhaltung. Besonders kritisch sieht Geschäftsführer Hansuli Huber die Züchtung von Hochleistungskühen.

Zuweilen wird die Leistung über das Tierwohl gestellt: Viehschau in Grüningen.
Zuweilen wird die Leistung über das Tierwohl gestellt: Viehschau in Grüningen.
Nathalie Guinand

Mit Ihrer Broschüre ziehen Sie eine Bilanz zur Nutztierhaltung in der Schweiz. Wie fällt sie aus?

Das kommt auf den Blickwinkel an. Aus der Sicht des Tierwohls sind viele Forderungen noch nicht erfüllt. Nach wie vor haben einige Hunderttausend Kühe keinen freien Auslauf, werden Mastschweine und Rinder in engen Buchten gehalten und müssen auf hartem Betonboden schlafen. Die Viehzucht wird zudem mancherorts so auf die Spitze getrieben, dass es dem Tier schadet. Vergleicht man aber die heutige Situation in der Schweiz mit den Zuständen in den 80er-Jahren oder in den EU-Ländern, stellt man fest, dass sich sehr vieles zum Besseren gewendet hat. Auslaufhaltung und Freilaufställe werden zunehmend zum Standard. Die Bedingungen bei den Tiertransporten und in den Schlachthöfen haben sich ebenfalls verbessert. Brutale Eingriffe an Jungtieren wie das Schwanzabschneiden bei Ferkeln oder das Kastrieren von Jungtieren ohne Schmerzausschaltung sind weitgehend verboten.

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