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Keine Drohnen mehr beim Public Viewing

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt verschärft die Bestimmungen für Drohnen: Unbemannte Flugkörper müssen sich Menschenmassen künftig fern halten - ausser sie haben eine Bewilligung.

Das Bazl spricht von einer «wachsenden Zahl von Drohnen am Schweizer Himmel»: eine Drohne mit Kompaktkamera. (21. Mai 2014)
Das Bazl spricht von einer «wachsenden Zahl von Drohnen am Schweizer Himmel»: eine Drohne mit Kompaktkamera. (21. Mai 2014)
Christian Beutler, Keystone

Nachdem die Schweizer Nati an der Fussball-WM gegen Honduras 3:0 gewonnen hatte, feierten Tausende Fans in der Zürcher Langstrasse. Das Medienunternehmen Watson wollte sich dies nicht entgehen lassen und schickte eine Minidrohne über die Menschenmassen in Rot-Weiss, die ferngesteuert Bilder machte. Die Polizei prüfte aus Sicherheitsgründen eine Anzeige, verzichtete aber schliesslich darauf, weil kein Polizist das Gerät mit eigenen Augen gesehen hatte.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) schiebt solchen Aktionen nun den Riegel. In Zukunft dürfen sich Drohnen oder Flugmodelle mit einem Gewicht von 500 Gramm bis 30 Kilogramm Menschenansammlungen nur noch auf 100 Meter Entfernung nähern, wie das Bazl heute mitteilte.

Bevölkerung ist besorgt

Will ein Drohnenbetreiber diese Distanz unterschreiten, braucht er eine Bewilligung. Diese kann gemäss Bazl dann erteilt werden, wenn sicher ist, dass «alle Vorkehrungen getroffen wurden, damit im Fall von technischen Problemen beim Fluggerät, bei der Bodenstation oder der Datenverbindung keine Drittperson gefährdet werden».

Mit der neuen Verordnung reagiert das Bundesamt für Zivilluftfahrt gemäss eigenen Aussagen auf die «Besorgnis der Bevölkerung über die wachsende Zahl von Drohnen am Himmel in der Schweiz». Der Einsatz von Drohnen mit einem Gewicht von über 30 Kilogramm oder mit Steuerung ohne direkten Augenkontakt ist bereits heute bewilligungspflichtig.

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