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Kaum Schulabbrecher in der Schweiz

In der Schweiz schliessen überdurchschnittlich viele junge Erwachsene eine Ausbildung ab. Das erhöht ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Nur 5,1 Prozent der 18- bis 24-jährigen Schweizer brechen ihre Ausbildung ab: Ein Lehrer unterichtet eine Klasse am Gymnasium in Payerne. (Archivbild)
Nur 5,1 Prozent der 18- bis 24-jährigen Schweizer brechen ihre Ausbildung ab: Ein Lehrer unterichtet eine Klasse am Gymnasium in Payerne. (Archivbild)
Gaetan Bally, Keystone

Nur jeder zwanzigste Jugendliche wirft gleich nach der obligatorischen Schulzeit das Handtuch. Europaweit belegt die Schweiz damit einen Spitzenrang.

Im Jahr 2015 betrug hierzulande der Anteil der frühzeitigen Schul- und Ausbildungsabgänger bei den 18- bis 24-Jährigen 5,1 Prozent. Nur zwei Länder meldeten gegenüber Eurostat noch tiefere Werte, Slowenien mit 5,0 und Kroatien mit 2,8 Prozent. Die Angaben Kroatiens werden allerdings als wenig verlässlich beurteilt.

Die höchsten Anteile frühzeitiger Abgänger wurden letztes Jahr nach den Zahlen der europäischen Statistikbehörde in der Türkei (36,4 Prozent) und in Spanien (20,0) registriert. Im EU-Durchschnitt hatten 11 Prozent der Bevölkerung zwischen 18 und 24 Jahren nur einen dünnen Schulsack aufzuweisen.

Schlechte Karten in der Berufswelt

In der Schweiz hat sich der Anteil der Jugendlichen ohne nachobligatorischen Abschluss in den letzten zehn Jahren beinahe halbiert. Auch die meisten europäischen Ländern machten diesbezüglich Fortschritte. 2006 hatte der entsprechende Wert in der EU noch 15 Prozent überschritten.

Wer Schule oder Ausbildung frühzeitig verlässt, muss auf dem Arbeitsmarkt mit grösseren Schwierigkeiten rechnen. EU-weit war 2015 denn auch mehr als die Hälfte dieser Abgänger stellenlos, der grösste Teil davon unfreiwillig. In der Schweiz sieht das Verhältnis nur geringfügig besser aus.

SDA/ij

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