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Junge oder Mädchen? Das soll geheim bleiben

Ein neuer Gesetzesartikel soll Geschlechterselektion in der Schwangerschaft verhindern. Deutschland und Norwegen haben diese Regel schon.

Der Bundesrat will, dass Gynäkologen ihren Patientinnen in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft keine Auskunft über das Geschlecht geben dürfen.
Der Bundesrat will, dass Gynäkologen ihren Patientinnen in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft keine Auskunft über das Geschlecht geben dürfen.
Keystone

Noch vor wenigen Jahren wäre dieses Gesetz nicht nötig gewesen – es war in der Regel nicht möglich, zu Beginn der Schwangerschaft herauszufinden, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird. Das hat sich vor drei Jahren geändert, als Gentests auf den Markt kamen, mit denen Krankheiten ab der neunten Schwangerschaftswoche unkompliziert, risikolos und zuverlässig eruiert werden können. Da einige Krankheiten geschlechtsspezifisch sind, liefern die Tests auch Angaben zum Geschlecht mit. Früher waren vorgeburtliche Untersuchungen mit einem Eingriff verbunden, der für das ungeborene Kind riskant war. Neuerdings genügt ein Tropfen Blut der Schwangeren, um die Informationen zu bekommen.

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