Zum Hauptinhalt springen

Jugendkriminalität auf historischem Tief

Die Jugend in der Schweiz begeht nicht häufiger Straftaten als früher. Im Gegenteil: Die Jungen haben seit 17 Jahren nicht mehr so selten gegen das Strafgesetzbuch verstossen.

Weniger als 6000 Straftaten pro Jahr: Verhaftung eines Jugendlichen in Zürich. (Archiv)
Weniger als 6000 Straftaten pro Jahr: Verhaftung eines Jugendlichen in Zürich. (Archiv)
Martin Rütschi, Keystone

Zu Weihnachten gibt es gute Nachrichten: Die Jugendkriminalität ist in der Schweiz so tief wie nie zuvor seit Beginn der Jugendurteilsstatistik im Jahr 1999. Damals wurden Jugendliche in der Schweiz wegen 7000 Verletzungen des Strafgesetzbuchs verurteilt. Aktuell sind es weniger als 6000 Straftaten pro Jahr.

Gemäss der Statistik stieg die Zahl ab 1999 zunächst kontinuierlich an; bis auf ein Rekordhoch im Jahr 2010 mit über 10'000 Jugendurteilen. Seither gehen die Zahlen aber von Jahr zu Jahr zurück, wie die «Schweiz am Sonntag» in ihrer Weihnachtsausgabe schreibt.

Konflikte vermehrt virtuell?

«Ein wichtiger Grund für die Abnahme der Jugendgewalt dürfte im veränderten Freizeitverhalten der Jugendlichen liegen», kommentiert Marcel Riesen-Kupper die Zahlen in der Zeitung. Die meisten Delikte würden Jugendliche abends und nachts an öffentlichen Orten begehen, meint der leitende Oberjugendanwalt des Kantons Zürich und Präsident der Schweizer Vereinigung für Jugendstrafrechtspflege.

Nun zeigen Studien aber, dass sich Jugendliche zu diesen Zeiten weniger im öffentlichen Raum bewegen als noch vor ein paar Jahren. Sie bleiben vermehrt zu Hause und tauschen sich über soziale Medien wie Facebook oder Snapchat aus. Auch Konflikte werden online ausgetragen statt auf dem Dorfplatz oder in der Partymeile. Und das könnte den Rückgang der Jugendkriminalität seit 2010 erklären.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch