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Jederzeit wissen, wo Pädophile arbeiten

Der Nationalrat will ein Register schaffen, in dem Wohnort und Arbeitsort von Pädophilen und schweren Gewaltstraftätern verzeichnet sind. Er folgte einer parlamentarischen Initiative von SVP-Nationalrätin Natalie Rickli.

Will Schwerverbrecher jederzeit kontrollieren: SVP-Nationalrätin Natalie Rickli.
Will Schwerverbrecher jederzeit kontrollieren: SVP-Nationalrätin Natalie Rickli.
Keystone

Noch immer gebe es «zu viele Opfer, für deren Schutz wir nicht alles tun», sagte die Initiantin SVP-Nationalrätin Natalie Rickli. Dieser Argumentation der Winterthurer Nationalrätin schloss sich eine knappe Mehrheit des Nationalrats an. Mit 89 zu 80 Stimmen bei 13 Enthaltungen stellte er sich hinter die Initiative.

Im Register sollen Wohn- und Arbeitsort von entlassenen Tätern sowie Umzüge und Stellenwechsel verzeichnet werden. Zudem sollen Informationen zu Entlassung und Hafturlaub gespeichert werden. Direkten Zugriff haben insbesondere Polizei- und Untersuchungsbehörden. Die Informationen sollen erst mit dem Tod der registrierten Person gelöscht werde.

Wird Sicherheit nur vorgegaukelt?

Registriert werden sollen gemäss Ricklis Vorschlag nur Personen, die «schlimmste Delikte» begangen haben: Mörder, Vergewaltiger und Geiselnehmer etwa.

Eine Minderheit des Nationalrats war der Ansicht, die heutigen Mittel wie die Viclas- und die DNA-Datenbank genügten, um Wiederholungstaten zu verhindern. Laut Carlo Sommaruga (SP/GE) wird ein neues Register nur «Sicherheit vorgaukeln», da es lediglich bereits polizeilich bekannte Täter erfasse und vor Ersttätern keinen Schutz biete.

Die Initiative geht nun in die Rechtskommission des Ständerats.

SDA/bru

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