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Vermeintlicher Vater verlangt Alimente zurück

Ein Kuckucksvater kommt zu seinem Recht: Im Interesse des Kindes hat die Kesb den biologischen Vater eruiert und in die Pflicht genommen.

Emotional schwierig: Wenn der Freund der Familie auch der Vater des Kindes ist. Foto: Dino Citraro

Emotional schwierig: Wenn der Freund der Familie auch der Vater des Kindes ist. Foto: Dino Citraro

Claudia Blumer@claudia_blumer

Der Ständerat hat einem Postulat zugestimmt mit dem Titel «Überprüfung des Abstammungsrechts». Das klingt technisch, ist aber sehr lebensnah. Es geht um die Frage, wer die Eltern eines Kindes sind und wer die Elternschaft überprüfen darf.

Das heutige Kindesrecht, geregelt im Zivilgesetzbuch, stammt aus dem Jahr 1976. Bei der damaligen Revision gab es noch keine DNA-Analysen und auch keine fortpflanzungsmedizinischen Möglichkeiten wie die Leihmutterschaft, die im Ausland auch von Schweizern in Anspruch genommen wird. Vor rund 40 Jahren galt noch das römische Rechtsprinzip, die Mutter sei immer gewiss («Mater semper certa est»), während man dem Vater per Gesetz eine ähnlich sichere Stellung geben wollte.

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