Zum Hauptinhalt springen

Como–Chiasso retour

Hunderte Flüchtlinge wollen die Schweizer Grenze passieren – ohne Erfolg. Viele beginnen nun, sich zu organisieren.

Flüchtlingsorganisationen erheben Vorwürfe gegen die Grenzschützer: Ein Grenzwächter bewacht die Grenze in Stabio TI. (Archivbild Keystone, Karl Mathis)
Flüchtlingsorganisationen erheben Vorwürfe gegen die Grenzschützer: Ein Grenzwächter bewacht die Grenze in Stabio TI. (Archivbild Keystone, Karl Mathis)
Patrick Benz, Verbindungsoffizier zum Bundesamt für Migration des Grenzwachtkorps (l.) und Mauro Antonini, Kommandant der Grenzwache weisen die Vorwürfe wegen des strikten Regimes an der Tessiner Grenze an der Medienkonferenz in Mendrisio TI zurück. (30. August 2016)
Patrick Benz, Verbindungsoffizier zum Bundesamt für Migration des Grenzwachtkorps (l.) und Mauro Antonini, Kommandant der Grenzwache weisen die Vorwürfe wegen des strikten Regimes an der Tessiner Grenze an der Medienkonferenz in Mendrisio TI zurück. (30. August 2016)
Davide Agosta, Keystone
Die sanitären Anlagen, die das Rote Kreuz Italiens am Bahnhof von Como bereitgestellt hat.
Die sanitären Anlagen, die das Rote Kreuz Italiens am Bahnhof von Como bereitgestellt hat.
Thomas Egli
1 / 17

Como, Stazione San Giovanni, Gleis 3: Tekle, wie sich der Mann nennt, und zwei weitere Eritreer warten auf den Schnellzug nach Bellinzona. Er sei 33 Jahre alt und komme aus Dekemhare, einer Stadt 30 Kilometer südlich von Asmara, sagt Tekle. Er erzählt über seine abenteuerliche und gefährliche Reise, die er vor zehn Monaten angetreten hatte. Äthiopien, Sudan, Libyen – bei der Durchquerung der Sahara habe er Menschen sterben sehen, sagt der Eritreer. Auf dem Schiff nach Sizilien sei er beinahe erstickt. Vor zwei Wochen ist Tekle in Como gestrandet. Dreimal hat er schon versucht, die Schweizer Grenze zu passieren. Dreimal griffen ihn Grenzwächter in Chiasso auf und schickten ihn nach Italien zurück.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.