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Im Asyltestzentrum in Zürich taucht jeder Dritte unter

Von 370 Asylsuchenden fehlt jede Spur. Nun fordern SVP-Politiker, die Asylzentren einzuzäunen.

Von 360 Asylsuchenden fehlt jede Spur: Asylzentrum Juch in Zürich-Altstetten. Foto: Arnd Wiegmann (Reuters)
Von 360 Asylsuchenden fehlt jede Spur: Asylzentrum Juch in Zürich-Altstetten. Foto: Arnd Wiegmann (Reuters)

Das Asyltestzentrum des Bundes in Zürich funktioniert planmässig: Dieses Fazit zieht das Staatssekretariat für Migration (SEM) nach zwei Jahren Probephase. Der Testbetrieb habe die Asylverfahren wie erhofft beschleunigt.

Allerdings: Vergleichsweise viele Asylsuchende reisen unkontrolliert ab, tauchen also unter. Dies, weil sie der frühzeitigen Rückkehr- und Chancenberatung wegen den Ausgang ihres Verfahrens besser und schneller abschätzen können, mutmasst das SEM. Im Test­betrieb liegt ihre Zahl mit 32,4 Prozent deutlich höher als im Regelbetrieb (9,9). Bis 31. August 2015, dem Ende der ­Evaluation, waren es 528 an der Zahl. 104 davon konnten in der Schweiz wieder aufgegriffen werden, 54 in Dublin-Staaten. Von den restlichen 370 Asyl­suchenden fehlt hingegen jede Spur. Das SEM kann nicht ausschliessen, dass vereinzelt Asylsuchende fortan als Sans-Papiers hier leben. «Bislang haben wir aber keine Anhaltspunkte, dass deutlich mehr Asylsuchende in Notstrukturen auftauchen», sagt SEM-Sprecher Martin Reichlin.

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