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«Ich bin nicht konservativ»

Markus Somm ist als Chefredaktor der «Basler Zeitung» ein Vordenker bürgerlicher Politik. Er fordert den Schulterschluss von SVP, FDP und CVP unter der Führung der Wirtschaft.

«Nationalkonservativ» ist für Markus Somm «ein wissenschaftlich getarntes Schimpfwort». Foto: Marc Wetli (13 Photo)
«Nationalkonservativ» ist für Markus Somm «ein wissenschaftlich getarntes Schimpfwort». Foto: Marc Wetli (13 Photo)

In Baselland sind die Bürgerlichen durchmarschiert. Wünschen Sie sich dieses Szenario auch für die nationalen Wahlen im Herbst?

Dieser Erfolg hat mehrere Ingredienzen. Wichtig für die ganze Schweiz ist die Rolle der Wirtschaftsverbände, in Baselland ist dies die Wirtschaftskammer. Sie hat SVP, FDP und CVP zusammen­geführt. An diesem Vorbild sollte sich auch Economiesuisse orientieren. Sie sollte die bürgerlichen Parteien aus dem Hintergrund führen, wie das früher der Vorort so meisterhaft getan hat. Das Beispiel Baselland hat auch gezeigt, dass eine Zusammenarbeit von SVP und FDP nicht genügt. Es braucht auch die CVP. Vor den Wahlen sollten sich die Parteien darauf verständigen, wo man sich einig ist und wo nicht, um dann ausschliesslich über diese Themen zu reden, während die anderen totgeschwiegen werden. Auf nationaler Ebene hiesse das für die FDP und die SVP: möglichst die Masseneinwanderungsinitiative als Thema vermeiden, die Bilateralen in Ruhe lassen und jene Themen hochspielen, die den Linken wehtun.

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